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5:0 für Heilbronner Falken

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Hurra, sie leben noch. Nach vier Niederlagen in Folge bejubelten die Heilbronner Falken am Sonntagabend mal wieder einen Sieg. Gegen den EC Bad Nauheim gab es ein unerwartet klares 5:0 (2:0, 1:0, 2:0). Der Drittletzte der DEL 2 setzte sich gegen den Viertletzten durch. Der viel gescholtene Schlussmann Branislav Konrad durfte sich über ein Spiel ohne Gegentor freuen. Die Fans sangen "Oh, wie ist das schön".

Der HEC-Vorsitzende Timo Dietz strahlte ganz besonders: Ein neuer Geschäftsführer hat unterschrieben. Der Nachfolger von Ernst Rupp steht fest. Am Donnerstag wird der Termin der Bekanntgabe genannt, der Name wurde nicht verraten.

Für die Falken war es ein wichtiger Erfolg, um die beiden Schlusslichter der DEL 2 auf Distanz zu halten. Kaufbeuren setzte sich gegen Ravensburg mit 4:3 durch, Crimmitschau schlug die Lausitzer Füchse mit 3:2 nach Verlängerung.
 

Playdown-Duelle

Zumindest sollten die Heilbronner Cracks ihren zehnten Tabellenplatz verteidigen, der ihnen einen Heimvorteil in den Playdown-Duellen sichern würde. Nach dem Ende der am 7. Februar beginnenden Zwischenrunde werden der Neunte auf den Zwölften und der Zehnte auf den Elften treffen. Wer sich in den Best-of-seven-Serien durchsetzt, ist in Sachen Abstieg auf der sicheren Seite.

Sachar Blank hatte die Falken in der 5. Minute in Führung gebracht. Einen Abpraller von Goalie Domenic Bartels bugsierte er über die Linie. In der 18. Minute fiel in Überzahl das 2:0. Diesmal hieß der Schütze Marcel Kurth. Das 3:0 (23.) steuerte Adriano Carciola bei. Ein Powerplay-Treffer von Torsten Fendt machte endgültig alles klar (42.), Frantisek Mrazek packte noch das 5:0 oben drauf (45.).
 

Warum nicht häufiger so?

Es war die gelungene Wiedergutmachung für das bittere 3:4 in Kaufbeuren am Freitagabend. Beim Tabellenletzten im Allgäu hatten die Falken eine 2:0-Führung verspielt und ihre achte Auswärtspleite in Folge kassiert. Danach war bei Manager Ernst Rupp eine gewisse Ratlosigkeit zu spüren. "Was sollen wir denn machen?" Eines ist für ihn aber klar: "An diesem Trainer liegt es nicht." Igor Pawlow bekam eine Jobgarantie.

"Das ist ein Fachmann. Wer die Trainingseinheiten sieht, weiß, dass er den Spielern immer wieder ihre Fehler aufzeigt. Es nutzt nichts, wenn ich jetzt Harakiri mache. Auch der beste Trainer der Welt holt aus dieser Mannschaft nicht mehr raus."

Als Hauptproblem wurden die unnötigen Gegentore durch leichtfertig einkassierte Strafzeiten erkannt. "Es gibt immer wieder einfache, billige, dumme Aktionen, bei denen wir uns Strafen abholen. Dann verlieren wir Spiele, die wir eigentlich schon in der Tasche hatten."

Wie in Kaufbeuren, als binnen vier Minuten aus dem 2:0 ein 2:3 wurde. Drei Überzahltore des ESVK brachten die Wende. Auch zuvor beim 4:5 in der Verlängerung gegen Dresden reichte ein 3:1 nicht.
 

Positive Konstanz

Rupp sagt: "Das Einzige, was wir machen können, ist: diszipliniert spielen, wenn wir vorne liegen – und die Punkte nach Hause bringen. Wir müssen einfach akzeptieren, dass diese Mannschaft nicht zu viel mehr in der Lage ist. Wir müssen jetzt mit den Leuten arbeiten, die da sind. Wenn jeder seinen Job macht, wird es für den Klassenerhalt reichen."

Dass dies die Wahrheit sein könnte, zeigten die Falken am Sonntag. Es war kein Glanz-und-Gloria-Eishockey, was da geboten wurde. Aber es reichte zu einem nie gefährdeten Sieg gegen den EC Bad Nauheim.

Wichtig wäre nun, positive Konstanz ins Leistungsniveau hineinzubekommen. Das aber ist in dieser Saison noch in keiner längeren Phase gelungen. Immer wieder gab es Pleiten. "Eigentlich sollten wir ja mal Spieler, die immer wieder dumme Dinge machen, draußen sitzen lassen, aber das können wir uns in unserer personellen Lage nicht leisten", sagte Ernst Rupp.
                                     

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