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Bergauf für Heilbronner Eishockey

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Um Haaresbreite sind die Heilbronner Falken an einem punktlosen Wochenende vorbeigeschrammt. Nach der 0:2-Niederlage am Freitag beim SC Riessersee lagen die Heilbronner gegen die chronisch auswärtsschwachen Ravensburg Towerstars bis sieben Sekunden vor Spielende mit 2:3 zurück. Doch P.J. Fenton gelang noch der Ausgleich. Im Penaltyschießen behielten die Falken die Oberhand, Dank des 4:3 (2:2,0:1,1:0)-Siegs blieben zumindest zwei Punkte in Heilbronn. "Ende gut, alles gut", kommentierte Falken-Trainer Igor Pawlow die Partie. Trotz der Niederlage der Lausitzer Füchse fehlen den Falken weiterhin 13 Punkte bis zum letzten Playoffplatz.

Fehlte am Freitag beim SC Riessersee noch die Konsequenz vor dem Tor, demonstrierten die Falken gestern im ersten Drittel, dass sie durchaus kaltschnäuzig ihre Chancen nutzen können. Dabei fehlte mit Frantisek Mrazek sogar der Torjäger Nummer eins. Der Tscheche hatte im Freitagstraining einen Schuss auf die Wade bekommen. Er wollte zwar gerne auflaufen, die Ärzte verboten es aber.

Ein auf dem Eis verlorener Schläger war der Wegbereiter zur Falken-Führung. Das Utensil nahm Towerstars-Verteidiger Andreas Gawlik den Puck vom Schläger, ein Fauxpas, den Manuel Kindl in der Folge nur mit einem Foul kompensieren konnten. 1:17 Minuten benötigten die Falken, um den numerischen Vorteil in ein Tor umzumünzen. Kapitän Robert Hock war es einmal mehr, der Brady Leisenring vor dem Tor in Szene setzte. Der US-Amerikaner verwandelte in der achten Minute zur 1:0-Führung.
 

Auf und ab

Doch lange freuen konnten sich die Falken über diesen Treffer nicht. Einen Schuss von Gawlik ließ Branislav Konrad prallen, Radek Krestan war zur Stelle und glich zum 1:1 aus (10.). Wiederum nur 48 Sekunden später ließ Pat Baum einen Kracher von der blauen Linie los, den Neuzugang Deon Jones noch abfälschte und der hinter Christian Rohde im Towerstars-Tor landete. Die große Sicherheit bescherte aber auch dieses Tor den Gastgebern nicht. In der 15. Minute gelang Stefan Langwieder der erneute Ausgleich. Allerdings hatte die Scheibe zuvor das Verteidigungsdrittel der Falken verlassen – der Treffer hätte nicht zählen dürfen.

Das Mitteldrittel eröffnete Justin Kelly mit einem Paukenschlag. Es waren gerade elf Sekunden gespielt, als Ravensburgs Topscorer einfach mal von der blauen Linie abzog. Trotz freier Sicht reagierte Konrad kaum – die Scheibe schlug im Winkel ein. Die Falken schienen durch den Rückstand geschockt. Minutenlang schnürten die Oberschwaben die Gastgeber in deren Drittel ein. Einzig Adriano Carciola hatte nach Einzelaktionen einige Male den Ausgleich auf dem Schläger. Doch die Effizienz aus dem ersten Drittel war verflogen. Zudem musste Janis Andersons mit Kreislaufproblemen in der Kabine bleiben. Das Spiel nach vorne kam beinahe vollständig zum Erliegen.
 

Schmeichelhafter Ausgleich

Im Schlussdrittel wurde es aus Falken-Sicht nicht besser. Es gelang wenig bis nichts. Einzig Konrad hielt, was zu halten war – und das war nicht wenig. Besonders das Überzahlspiel der Falken war katastrophal. Die besseren Chancen hatten jeweils die in diesen Phasen dezimierten Gäste. Drei Minuten vor Schluss musste Pat Baum für Heilbronn auf die Strafbank. Ravensburg drückte auf den vierten Treffer, selbst als Baum 60 Sekunden vor der Schlusssirene wieder auf dem Eis war.

Die Falken hatten keine Gelegenheit für Konrad den sechsten Mann aufs Eis zu schicken. Doch mit dem einzig vernünftigen Angriff der letzten 20 Minuten gelang Fenton tatsächlich noch der schmeichelhafte Ausgleich. "Da hätten wir uns cleverer anstellen müssen", sagte Gästetrainer Petri Kujala, der seinem Team ansonsten aber eine gute Leistung bescheinigte. In der fünfminütigen Overtime hatten Hock auf Heilbronner Seite und Matt Kelly für Ravensburg jeweils die Monsterchance zum Sieg – doch die Verlängerung blieb torlos. Im Penaltyschießen machten die Falken dann kurzen Prozess. Hock und Leisenring trafen, Kontrad parierte zwei Mal.
                                           

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