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Doppelt stark

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Ein wenig ärgert er sich noch über das vergangene Rennen. Immer noch. "Da wäre mehr drin gewesen. Nach der Poleposition hätte ich gewinnen können. Am Ende war’s einfach Pech", sagt Markus Pommer über seinen fünften Lauf in der AutoGP im italienischen Imola am vorigen Wochenende. Am Ende wurde es trotz eines guten Auftritts nur Platz fünf für den 23 Jahre alten Erlenbacher. Ein defekter Drehzahlsensor hatte Pommer ausgebremst – und zugleich für einen leichten Dämpfer im Meisterschaftskampf der AutoGP gesorgt. Dort liegt er nun mit 115 Punkten gemeinsam mit Kevin Giovesi auf Platz zwei. "Bei einem Sieg hätte es nicht schlecht ausgesehen, jetzt wird es schwer mit dem Titel", sagt der Pilot des englischen Supernova Racing Teams mit Blick auf die drei noch ausstehenden Saisonrennen sowie nun 36 Zählern Rückstand auf den gesamtführenden Japaner Kimiya Sato.

Sollte es in seinem 550 PS starken und 615 Kilogramm leichten Lola-B05/Zytek-Boliden am Ende "nur" zu Platz zwei reichen, würde es Pommer schon ein wenig wurmen. "Zweiter zu werden, wäre zwar in Ordnung. Aber ich habe den besten Speed und bin auch die meisten schnellsten Rennrunden gefahren. Deshalb wäre es schon schade, wenn es mit dem Titel in der AutoGP nichts wird", erklärt Pommer.

Dafür sieht es für den 23-Jährigen in dem ATS Formel 3 Cup, der zweiten Klasse, in der er in diesem Jahr unterwegs ist, umso verheißungsvoller aus. Dort liegt er zur Saisonhalbzeit nach zwölf Rennen klar auf Titelkurs. "In der Formel 3 klappt bisher alles wie am Schnürchen", sagt Pommer, vor dem noch fünf Rennwochenenden mit jeweils drei Meisterschaftsrennen liegen. Weiter geht es erst in ein paar Wochen, genauer gesagt am 10. August auf dem Slovakiaring.

Die Rennpause kann Pommer, der in dieser Klasse für das Team Lotus-Motopark aus Oschersleben hinter dem Steuer sitzt, recht entspannt genießen. Immerhin hat er in der Formel 3 bereits 218 Punkte gesammelt und liegt bei 67 Punkten Vorsprung komfortabel vor dem ärgsten Verfolger Nabil Jeffri aus Malaysia in Führung. Kein Wunder, dass Markus Pommer optimistisch ist: "Mit dem Polster sollte ich die letzten Rennen noch sicher ins Ziel fahren. Vom Speed her ist alles bestens und ich kenne die Strecken aus der Vergangenheit – da sollte nicht mehr viel passieren."
 

Boom


Viel passieren soll dafür möglichst in seiner Zukunft: Zunächst möchte der 23-Jährige nach Saisonende im November an der Formel-3-Weltmeisterschaft in Macau mitfahren. Und im kommenden Jahr – das ist zumindest sein Wunsch – soll es dann in die USA gehen. "Es wäre super, mal in der Indy-light-Serie mitzufahren. Das wäre mal eine ganz neue Erfahrung." Außerdem bekomme der Gesamtsieger in dieser Klasse drei Rennen in der berühmt-berüchtigten Indycar-Serie gesponsert. "Und das", erklärt Pommer, "ist immerhin praktisch die Formel 1 der USA, also der Schritt in den ganz großen Motorsport."

John Sears, sein Teamchef in der AutoGP und ein Mann mit entsprechenden Verbindungen, kann ihm womöglich dabei helfen, den Sprung über den großen Teich zu schaffen. Und wenn nicht? "Eigentlich interessiert mich der Formel-Sport am meisten, aber dann wäre auch die GT3-Serie in Europa reizvoll. Die boomt gerade extrem."

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