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Zwischen Geduld und Vorfreude

Übersicht
Es war Jochen Zürn, der bei der Saisoneröffnung der Drittliga-Handballer des  TSB  Horkheim gestern Abend im Zeag-Gebäude an der Heilbronner Weipertstraße dem Ziel für die anstehende Spielzeit endlich auch eine tabellarische Dimension gab. "Auch wenn die Jungs zu vielem fähig sind: Wenn wir am Ende im Bereich zwischen Platz sieben und zehn einlaufen, wäre das völlig in Ordnung", sagte der TSB-Trainer. Schließlich, und das werden Zürn und auch die anderen Horkheimer Verantwortlichen nicht müde zu betonen, sei der in der Vorsaison begonnene Umbruch der Mannschaft immer noch nicht abgeschlossen. Verließen damals schon einige Leistungsträger wie Markus Schumacher den Club, so musste der TSB nun erneut einen Aderlass hinnehmen: In Torhüter-Urgestein Wojciech Honisch, Top-Torschütze Sebastian Seitner, Philipp und Roland Kroll sowie Fabian Bohnert verließ nicht nur Qualität, sondern auch eine große Portion Erfahrung den Sechsten der Vorsaison. 
 

Teamgeist


"Wir sind den jungen, regionalen Weg, den wir im vergangenen Jahr angefangen haben, weitergegangen", sagte Zürn mit Blick auf die vier Neuzugänge, die die genannten Abgänge möglichst kompensieren sollen. Dass das sicher nicht von heute auf morgen geht, ist den Verantwortlichen des TSB klar. Etablierte Kräfte wie Felix Knoll, Stefan Fähnle oder Evgeni Prasolov sollen künftig noch mehr Verantwortung übernehmen und die junge Truppe führen. "Alle Jungs sind hungrig und lernwillig. In unserem jungen Team steckt viel Potenzial, und die gemeinsame Arbeit macht riesen Spaß, aber wir müssen Geduld haben", erklärte der Horkheimer Übungsleiter, der deshalb den "Teamgeist" als "ganz wichtiges Element" für die anstehende Spielzeit, in der erneut auch die Weiterentwicklung im Fokus steht, sieht. Horkheims Kapitän Fähnle macht sich in dieser Hinsicht keine Sorgen: "Alle machen sich sehr gut, sie passen sehr gut rein bei uns." Ein Blick auf die vier neuen Horkheimer, die bei der gestrigen Saisoneröffnung gleich die Gelegenheit nutzten, sich vorzustellen.
 

Neuzugänge


Sven Grathwohl: Der 25 Jahre alte Torhüter, der von Ligakonkurrent SG Kronau/Östringen kommt, ist der erfahrenste Neuzugang. Grathwohl wurde in der Balinger Jugend groß und spielte zeitweilig auch in der ersten Liga. Der frühere Juniorennationalspieler sagt: "Ich kann mich mit der Philosophie des TSB voll identifizieren, und es ist einiges möglich." Sein individuelles Ziel lautet: "Pro Spiel 15 Bälle plus X halten." Zürn freut sich mit Grathwohl und Daniel Rebmann auf ein "starkes Torhüter-Tandem, das sich gut versteht und ergänzt".

Jan Wörner: Der 19-Jährige ist laut Zürn ein "riesiges Talent", das mit Lernbereitschaft, einem starken Wurf und großer Explosivität ausgestattet ist. Wörner freut sich auf die Saison mit dem TSB: "Horkheim ist eine Top-Adresse in Württemberg, und wir haben eine gute Truppe mit der richtigen Mischung." 

Marcel Lenz: Zürn nennt den Mann, der vom TSV Schmiden an das Stauwehr gekommen ist und künftig mit Jan König ein starkes Duo auf Linksaußen bilden wird, "Mister solide". Das ist positiv gemeint, denn "Marcel ist nicht spektakulär, aber wenn er wirft, zappelt der Ball meistens im Netz". Lenz selbst hofft unter anderem mit dem TSB auf "mehr Heimsiege als in der vergangenen Saison".

Janik Zerweck: "Janik ist ein Wildfang, der manchmal noch nicht so recht weiß, wohin mit seiner Kraft und Schnelligkeit", sagt der TSB-Trainer über das starke Rückraumtalent, das in der Vorsaison per Doppelspielrecht für die Neckarsulmer Sport-Union auflief, aber immer wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. "Das soll anders werden", sagt Zerweck, der sich bei dem zurückgekehrten Physiotherapeuten Hardy Denninger in dieser Hinsicht "bestens aufgehoben" fühlt.



 

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