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Weltmeisterlicher Ehrgeiz

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Ich treffe Sophia Hagenbuch und Raphael Junghans dort, wo sich die beiden Mitglieder des Tri-Teams Heuchelberg normalerweise auf ihre Wettkämpfe vorbereiten: Auf dem Sportgelände in Schwaigern. Am Dienstag findet normalerweise kein Training statt, dennoch haben sich die Jugendlichen Zeit für mich genommen, um mir etwas über ihr Hobby zu erzählen – tatsächlich haben sie einiges zu berichten.

Schon mit fünf Jahren hat die heute 13-jährige Sophia mit dem Triathlon begonnen, inspiriert durch ihre älteren Schwestern. Für die Schülerin des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen ist Triathlon vor allem ein guter Ausgleich zur Schule. Ihr Teamkollege Raphael, der durch seinen Vater zum Triathlon kam, schätzt insbesondere die Vielseitigkeit des Sports.
 

Bunte Mischung


Vielseitig – besser läßt sich Triathlon mit einem Wort wohl kaum beschreiben. Dabei ist der Mix aus Schwimmen, Radfahren und Laufen längst nicht jedermanns Sache. "Du spinnst, du bist verrückt" – schon des Öfteren musste sich der 15-jährige Raphael solche Sprüche anhören. Sophia geht es ähnlich. "Das würden wir nie im Leben hinkriegen", wird sie von Freundinnen für ihre Leistungen aber auch bewundert. Für ihren Teamkollegen ist es allerdings auch eine Frage des Willens: "Wenn man es will, dann schafft man es auch."

Viermal pro Woche trainieren die beiden im Becken, auf dem Rad oder auf der Laufbahn. Ein hoher Zeitaufwand, welchen sie jedoch gerne aufbringen: "Viele verbringen ihre Freizeit vor dem Computer, wir eben auf dem Rad", stellt Raphael den Spaßfaktor heraus. Natürlich fällt die Quälerei manchmal auch etwas schwerer, "dann muss man sich überwinden", berichtet Sophia. Trainiert werden neben den drei Disziplinen "auch die Wechsel", wie die junge Athletin erklärt – zum Beispiel, wenn sie nach dem Schwimmen schnellstmöglich auf das Rad steigen muss. Am meisten freut Sophia sich natürlich, wenn sie das harte Training in gute Wettkampfplatzierungen ummünzen kann.

Auch wenn Raphael Spaß an allen Disziplinen hat, am liebsten sitzt er auf dem Rad. Dennoch sollte natürlich auch das Schwimm- und Lauftraining nicht zu kurz kommen. Am Samstag, 21. Juni, will der Schüler der Realschule Pfedelbach beim Stimme-Youngstars Schüler- und Jugendtriathlon in Heilbronn zeigen, dass er alle drei Disziplinen beherrscht. Sein Ziel ist "auf jeden Fall das Podium, gewinnen wäre natürlich cool".
 

Tagesform entscheidend


Bis ins letzte Detail planen lässt sich der Erfolg jedoch nicht: "Das hängt auch von der Tagesform ab“, meint der ehrgeizige Raphael. Seit 2013 ergänzt der Schülertriathlon zum zweiten Mal den City-Triathlon, welcher einen Tag später am 22. Juni stattfindet. "Gut, dass es das jetzt auch für junge Athleten gibt", findet Sophia. Sie selbst wird in Heilbronn allerdings nicht an den Start gehen. Dort müsste sie, wie Raphael, 200 Meter schwimmend, 6000 Meter radfahrend und 1500 Meter laufend bewältigen.

Zu ihren Vorbildern zählen die beiden auch den mehrfachen deutschen Meister Sebastian Kienle, der früher selbst im Tri-Team Heuchelberg trainierte.

Als ich von Raphael und Sophia wissen möchte, ob sie sich vorstellen könnten, irgendwann auch einmal eine volle Ironman-Distanz von 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42 Kilometern Laufen zu bewältigen, antworten sie prompt mit einem klaren "Ja!". Ich merke, die beiden haben noch viel vor.
 

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