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Zu blöd zum Gewinnen

Übersicht
Die Heilbronner Falken stehen mit dem Rücken zur Wand. Auch das dritte Spiel der Playdown-Serie gegen den ESV Kaufbeuren ging gestern verloren, diesmal mit 4:5 (1:0,3:2,0:2) nach Verlängerung.

Dabei hatte das Team von Trainer Igor Pawlow bereits mit 3:0 und 4:1 geführt und das Spiel gegen biedere Kaufbeurer über weite Strecken bestimmt.

Alles neu macht ja bekanntlich der Mai − vieles neu machten Pawlow und sein Team zunächst im dritten Spiel der Serie. Die offensichtlichste Neuerung war schon vor Spielbeginn erkennbar. Statt wie in den ersten beiden Spielen der Serie stand nicht Philip Lehr, sondern Branislav Konrad im Falken-Tor. Das zweite Novum der Serie war nach 60 Sekunden Realität geworden − keine Tore in der ersten Spielminute.
 

Gefährlich

Dem Goalie war zum Warmwerden ein entspanntes erstes Drittel vergönnt. Seine konzentriert agierenden Vorderleute ließen keine wirklich gefährliche Torchance der Gastgeber zu. Die Falken waren im Angriff deutlich gefährlicher. Die beste Chance vergab Alexander Ackermann in der neunten Minute. Kurz darauf musste der Youngster für zwei Minuten auf die Strafbank. Doch selbst in Überzahl fand der ESVK kein Mittel, Konrads Tor in Gefahr zu bringen.

Kurz darauf durften sich dann die Falken im Powerplay probieren − und dies taten sie ungewohnt effektiv. Ackermann täuschte und trickste hinter dem Tor, sah Adriano Carciola in perfekter Schussposition, spielte den Pass und der Flügelstürmer fackelte nicht lange: sein Geschoss schlug mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit im ESVK-Tor zur 1:0-Führung (16.) ein.
 

Effektiv

Die Heilbronner Führung war nun wahrlich kein Novum, denn so begann jedes Spiel der Serie. Was aber im Mitteldrittel folgte, war richtig neu. Binnen 20 Sekunden schraubten die Gäste den Vorsprung auf 3:0. Gnadenlos effektiv versenkten Marcel Kurth und der zuletzt arg kritisierte Kapitän Robert Hock in der 21. Minute ihre Schusschancen. ESVK-Coach Uli Egen nahm sofort eine Auszeit, um mal nachzufragen, ob seine Mannen das Eishockeyspielen seit Freitag verlernt hätten.

Am Spiel änderte sich indes nichts. Die Heilbronner verloren nicht die Ordnung, sondern sahen in erster Linie zu, die Defensive stabil zu halten. Das gelang selbst in zwei Unterzahlphasen glänzend. Fabian Krull hatte zudem Pech, als er nur die Latte traf (26.). Als beinahe aus dem Nichts ein abgefälschter Schuss von Alexander Thiel doch den Weg ins Falken-Tor fand (33.), warf dies die Heilbronner nicht um. Beinahe im Gegenzug stellte Kurth mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her (34.).
 

Vorsprung

Beinahe schon entspannt schienen die Falken diesen Vorsprung ins Schlussdrittel mitnehmen zu können. Zumal der Kaufbeurer Sami Ryhänen in der 37. Minute für zwei Minuten vom Eis musste. Doch Carciola ließ sich im gegnerischen Drittel nach Puckverlust überlaufen und Stephen Schultz ließ Konrad im Eins-gegen-Eins keine Chance.

Mit dieser kalten Dusche ging es in die Drittelpause. Den nächsten kalten Schauer gab es 34 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels. Zwei Falken-Spieler schlitterten ineinander, Kaufbeurens Schultz nutzte die unerwartete Gelegenheit zum 3:4. Die Falken spielten trotzdem ungerührt weiter, stoppten den ESVK regelmäßig an der blauen Linie. Erst in der 54. Minute forderten die Kaufbeurer Goalie Konrad nach einer Einzelaktion nochmal ernsthaft.
 

ESVK drückt

Ein 4:3-Sieg wäre verdient gewesen, doch Kaufbeuren gelang 260 Sekunden vor Schluss in der einzigen Überzahl des Schlussdrittels durch Markku Tähtinen der 4:4-Ausgleich. In der Overtime war Kaufbeuren drückend überlegen und entschied die Partie durch Maury Edwards (68.). Am Dienstag findet Spiel vier in Heilbronn statt − es kann das letzte der Serie sein.
              

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