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Lebenszeichen der Falken

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Wieder erlebten Team und Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle, ein total verrücktes Eishockey-Match. Wieder drohten die Heilbronner am Ende eine Führung zu verspielen. Doch Adriano Carciola sorgte schließlich für den umjubelten Siegtreffer in der Overtime.

Zum ersten Mal in der Serie ging Kaufbeuren in Führung – und zwar gleich mit der ersten Torchance. Dank eines Puckverlusts der Falken in der neutralen Zone durften Alexander Thiel und Markku Tähtinen allein in Richtung Tor ziehen. Der Finne traf die Scheibe nicht einmal richtig, trotzdem rutschte sie Philipp Lehr unter den Schonern durch. Der junge Goalie hatte dieses Mal wieder den Vorzug vor Branislav Konrad erhalten. Gut zwei Minuten später klingelte es erneut: Sami Ryhänen stand völlig blank und donnerte den Puck aus spitzem Winkel zum 2:0 ins Netz. Aus einer ähnlich perfekten Position vergab Ryhänen in der 15. Minute die Chance zum 3:0. Die einzige erwähenswerte Gelegenheit der Falken vergab Kapitän Robert Hock in der 17. Minute. Freistehend vor ESV-Goalie Stefan Vajs lupfte der DEL-Rekordspieler die Scheibe über das Tor.


Unterschiedliche Rollen

Doch wie schon so oft in der Serie folgte ein Mitteldrittel mit total unterschiedlichen Rollenverteilungen. Das lang in erster Linie daran, dass die Gäste durch fünf Zwei-Minuten-Strafen die Hälfte des Drittels in Unterzahl bestreiten mussten. Allerdings gelang den Falken trotz zahlloser hochkarätiger Einschusschancen nur ein Treffer – und der war eigentlich ein Eigentor. Michael Hackerts Pass wurde von einem ESV-Verteidger unhaltbar abgefälscht (26.). Für den Rückkehrer war es bereits das vierte Tor im vierten Spiel der Serie. 

Selbst im Fünf gegen Drei wollte den Falken partout nicht der Ausgleich gelingen. Ein starker Vajs, reichlich Unvermögen bei den Gastgebern und extrem viel Glück auf ESV-Seite waren die Gründe dafür. Zumindest wurden die Zuschauer ein wenig für den blutleeren Auftritt in den ersten 20 Minuten entschädigt. 

Und es waren gerade einmal 19 Sekunden im Schlussdrittel gespielt, als tatsächlich der 2:2-Ausgleich gelang. Der Schütze war einmal mehr Hackert, der mit Abstand beste Falke. Einen Abpraller von der Bande verwertete der frühere Nationalspieler direkt. Die Falken blieben nun am Drücker. Bei einer weiteren Strafzeit gegen den ESV agierten sie in Überzahl effektiver. Lange ausgespielt fand Alexander Ackermnann den Kollegen Adriano Carciola, der mit einem satten Schlagschuss die Führung erzielte (45.).
 

Der erste Sieg in der Serie

Wie schon so oft schlug der ESV aber noch einmal zurück. Eine ungerechtfertigte Strafe wegen Spielverzögerung gegen die Falken war der Auslöser. Michael Kreitl traf mit einem Schuss von der blauen Linie zum 3:3 (50.).

Dieses Mal ließen sich die Falken aber nicht aus der Ruhe bringen, spielten weiter auf Sieg. Der schien tatsächlich besiegelt, als der bis dahin unauffällig agierende P.J. Fenton in der 56. Minute die Heilbronner wieder mit 4:3 in Führung brachte. Doch die Comeback-Könige aus dem Allgäu hatten immer noch einen Pfeil im Köcher. Wie ein angeschlagener Boxer in der zwölften Runde setzten sie wieder den Lucky Punch. Und wieder hieß die Faust Maury Edwards. 42 Sekunden vor Spielende traf er die Falken mit dem 4:4 ins Mark. In der Overtime schlug Carciola bereits nach 29 Sekunden zurück – und Kaufbeuren ging K.o. 5:4 für die Falken. Der erste Sieg in der Serie.
                 

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