Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Torwart rettet Falken

Übersicht
Eine Achterbahnfahrt mit Happy End. Ein Zittersieg. Ein Triumph der Heilbronner Falken im Penaltyschießen. Torwart Philip Lehr war der Held beim 5:4 (1:2,3:0,0:2) gegen den ESV Kaufbeuren. Das Talent der Adler Mannheim hielt in der entscheidenden Phase grandios, nur dank ihm wurde die 20-minütige Verlängerung überstanden. Den entscheidenden Penalty verwandelte in abgezockter Manier Ex-Nationalspieler Michael Hackert. Wer sonst? Der Rückkehrer prägt die gesamte Playdown-Serie.

Das unerwartete Comeback der Falken ist perfekt. Jetzt gibt es ein Entscheidungsspiel um den frühzeitigen Klassenerhalt in der DEL 2. Das 5:4 am Sonntagabend in der Kolbenschmidt-Arena war der dritte Falken-Sieg in Folge gegen den ESV Kaufbeuren. Damit steht es in der Best-of-seven-Serie der Playdowns 3:3. Am Dienstagabend heißt es im Allgäu: Alles oder nichts.
 

Teilnehmer

Wer dann verliert, rutscht in die so genannte Qualifikationsrunde, in der die beiden schlechtesten DEL-2-Mannschaften auf die vier besten Oberligisten treffen. Als Teilnehmer stehen fest: die Frankfurter Löwen, die Selber Wölfe, der EHC Freiburg und die Kassel Huskies. Wenn die Qualifikationsrunde am 21. April beendet sein wird, gehören die vier punktbesten Mannschaften der Sechsergrupe zur DEL 2, die um zwei Teams aufgestockt wird. Der Vorletzte und Letzte spielen in der kommenden Saison in der Oberliga.

Erneut fehlte bei den Falken der am Knie verletzte Torjäger Frantisek Mrazek. Seine Teamkollegen legten einen Fehlstart hin. Bereits in der 2. Minute kassierten sie das 0:1. Erster Torschuss von Kaufbeuren, gleich ein Treffer. Michael Kreitl war erfolgreich. Noch dümmer lief es in der 13. Minute, als die Heilbronner in Überzahl ein Gegentor zuließen. Michael Hackert hatte im Aufbau den Puck verloren, Alexander Thiel verwandelte nach einem schnellen Konter souverän. Mit Dusel gelang immerhin der Anschlusstreffer. Es war kein richtiger Schuss von Alexander Ackermann, aber sein Schläger ließ den Puck durch die Luft flattern. ESVK-Goalie Stefan Vajs war geschlagen.


Überzahlsituation

Im Mittelabschnitt drehten die Falken dann auf. Gleich in der 22. Minute sorgte Adriano Carciola für das 2:2. Völlig frei vor Goalie Vajs blieb er cool. Michael Hackert schoss den Führungstreffer (33.). Ackermann hatte die Scheibe eigentlich schon verloren, erkämpfte sie sich aber zurück, gab die Vorlage - drin. In Überzahl fiel das 4:2. Mike Card war der Schütze, Hackert hatte den perfekten Pass gespielt. "Hey, was geht ab. Heilbronn steigt niemals ab!", sangen die Fans.

In einem Powerplay mit zwei Mann mehr auf dem Eis hätten die Falken im Schlussdrittel den Sack zumachen müssen, zuvor hatte in einer anderen Überzahlsituation schon Marcel Kurth nur den Pfosten getroffen. Doch dann bettelte die Mannschaft von Trainer Igor Pawlow um ein Gegentor. Hans Detsch traf in der 50. Minute. Der Anschluss. In der 53. Minute sorgte Thiel für das 4:4. Der ESVK, der eigentlich schon geschlagen war, war wieder voll in der Partie. 36 Sekunden vor Schluss bewahrte allerdings Stefan Vajs die Allgäuer vor dem K.o., er hielt einen Schuss von Sachar Blank.

Dann kam die Verlängerung. Dann die Erlösung im Penaltyschießen.
                                     

Galerien

Regionale Events