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Falken kämpfen

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Diesmal ist es ganz anders als in den Jahren zuvor. Seit dem Wiederaufstieg der Heilbronner Falken in die zweite Liga ging es stets darum, die Sommerpause möglichst lang hinauszuzögern, weit zu kommen in den Playoffs (was, nebenbei gesagt, gar nicht gut funktioniert hat, denn die Falken wurden zu Serien-Ausscheidern im Viertelfinale). Nun, Ende März 2014, geht es darum, möglichst schnell in die Sommerpause zu kommen. Denn für die tief gefallenen Heilbronner Eishockeycracks würde dies den vorzeitigen Klassenerhalt in der DEL 2 bedeuten.
 

Vierter Sieg in Folge?

Am Dienstagabend (19.30 Uhr, Sparkassen-Arena) findet in Kaufbeuren die siebte und alles entscheidende Partie in der Playdownserie zwischen dem ESVK und den Falken statt. Ein Heilbronner Sieg, der vierte in Folge, und die Saison wäre für die Mannschaft von Trainer Igor Pawlow vorbei. Man würde sich das Zittern in der völlig unkalkulierbaren Qualifikationsrunde ersparen. Eng ist es zugegangen in den Duellen mit Kaufbeuren. "Auch im siebten Spiel wird es kein klares Ergebnis geben", prognostiziert ESVK-Trainer Uli Egen. "Beide Mannschaften haben das gleiche Niveau."

Nach etlichen Achterbahnfahrten in den bisherigen Spielen wähnt sich Igor Pawlow gar in der "Geisterbahn". Über die Playdowns sagt er: "Das ist schon eine richtige Hölle."

Entscheidend fürs finale Duell am Dienstag seien zwei Faktoren: "Wer wird schneller regenerieren? Wer wird einen klaren Kopf bekommen?" Negativ für die Falken schlägt zu Buche, dass sich nach Torjäger Frantisek Mrazek nun auch der zweitbeste Torschütze Adriano Carciola am Knie verletzt hat und nicht spielen kann.
 

Führungsfigur

Der positive Sonderfaktor trägt den Namen Michael Hackert. Was der nach fünf Monaten Frustpause ins Team zurückgekehrte Ex-Nationalspieler in den Playdowns zeigt, ist ganz großes Eishockey. Ob als Goalgetter, Vorbereiter oder Antreiber − Hackert ragt heraus, er ist der Leader, der in dieser Katastrophensaison so schmerzlich vermisst wurde. In dem Mann mit der 33 auf dem Rücken sind Talent, Leidenschaft und Charakter in wunderbarer Weise vereint.

Sollte der Klassenerhalt perfekt gemacht werden, hat der gebürtige Heilbronner ein Denkmal verdient. Denkwürdig sind seine Auftritte sowieso. Wer Hackert derzeit spielen sieht, vergisst das so schnell nicht.
                      

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