Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Eine Niederlage, die Mut macht

Übersicht
Man hat schon niedergeschlagenere Verlierer gesehen. Als der TV Bad Rappenau am späten Samstagabend seine Taschen packte, konnte er erhobenen Hauptes die Zugbrückenhalle in Grenzau verlassen. Fast vier Stunden lang hatte er alles gegeben, fast vier Stunden lang hatte er dem Tabellenführer der Tischtennis-Regionalliga Südwest alles abverlangt. 5:9 hieß es am Ende. "Das hört sich nicht schlecht an und das war auch nicht schlecht. Wir haben uns sehr gut aus der Affäre gezogen", sagte Teamchef Kai Kappe und freute sich: "Unser Worst-Case-Szenario ist zum Glück nicht eingetroffen."

Trotz der ungewohnten Plastikbälle: Der TV Bad Rappenau schaffte es immer wieder, den TTC Grenzau II zu ärgern. Roman Zavoral und Valerij Rakov gewannen ihr Doppel gegen Krisztian Katus und Pawel Foltanowicz mit 3:2, Jozef Kovalik und Dominik Rau zwangen Kamil Matejka und Manfredas Udra ebenfalls in den fünften Satz, hatten dann aber das Nachsehen. In den Einzeln konnten Zavoral (3:0 gegen Martin Palatinus), Michael Wedertz (3:1 gegen Foltanowicz), Jozef Kovalik (3:2 gegen Foltanowicz) und Valerij Rakov (3:2 gegen Palatinus) punkten. Rakov wehrte bei seinem Sieg beim Stand von 9:10 im fünften Satz sogar einen Matchball ab.

 

Paroli


"Das war kein Abschuss. Mit ein bisschen Glück hätten wir sogar ein, zwei Punkte mehr holen können. Und wenn es richtig gut läuft, spielen wir unentschieden. Aber dann hätte viel passieren müssen", erklärte Kappe. Wie es so war, erstmals mit den neuen Kügelchen, den Plastikbällen, zu spielen? Die Reaktionen fielen gemischt aus. "Wir haben positive und negative Eindrücke. Dominik Rau ist überhaupt nicht damit zurechtgekommen, Peter Beranek war’s egal. Und Roman Zavoral und Valerij Rakov kamen sehr gut damit klar", sagt Kappe. 

Nach der zweiten Saisonniederlage ist der TV auf den achten Platz zurückgefallen. Weiter geht es am Wochenende mit einer Doppelaufgabe. Am Samstag treten die Kraichgauer beim VfR Birkmannsweiler an, am Sonntag, 14 Uhr, steigt das Derby bei der TSG Heilbronn, die mit 2:6 Punkten Neunter ist. Kai Kappe lässt sich nicht blenden: "Heilbronn ist deutlich besser besetzt als wir und definitiv Favorit." 


 

Galerien

Regionale Events