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Oktoberfest-Stimmung in Eppingen

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Stefan Wild hatte die Spendierhosen an. Nach dem Schlusspfiff betrat der 2. Vorsitzende des VfB Eppingen die Kabine mit der Aufschrift "Für Gäste" und stellte eine Kiste Bier ab. "Das war richtig gut. Macht weiter so, Jungs", sagte Wild unter dem Jubel der Spieler, die "Derbysieger, Derbysieger" sangen und für Oktoberfest-Stimmung sorgten.

Es läuft wieder beim VfB. Eine Woche nach dem 2:1 gegen den VfB St. Leon ließ der Fußball-Landesligist einen 4:1 (2:1)-Triumph im Kraichgau-Derby beim TSV Michelfeld folgen. Seit fünf Spielen ist die Mannschaft nun ungeschlagen, statt 14. oder Zehnter ist sie Sechster in der Tabelle.
 

Charakter


"Wir sind wieder in der Spur. Das war das beste Spiel seit langem, vor allem im Spiel gegen den Ball. Das war aggressiv und gallig", freute sich Stefan Wild. "Ich denke, wir haben unsere Lehren gezogen", meinte Trainer Marco Unser und lobte das gesamte Team: "Die Mannschaft hat einen Riesencharakter. Immer wieder liegt sie in Rückstand und kommt zurück.“

Das zehnte Saisonspiel bestritt der VfB gestern Nachmittag, bereits zum neunten Mal geriet er dabei in Rückstand. Dieses Mal geschah es in der 6. Minute, als Massimo di Mauro mit einem satten Schuss aus halblinker Position zum 1:0 für Michelfeld traf. Der TSV, der sehr gut begann, verlangte dem VfB in der ersten halben Stunde alles ab und spielte immer wieder schnell und gefährlich nach vorne. Doch dann schlug der VfB zurück. Nach einer Flanke von Enes Zafer auf den langen Pfosten staubte Ben-Richard Prommer zum 1:1 ab (25.). Noch vor der Pause, nach einem Tackling von Enes Zafer an der Mittellinie, fiel das 2:1. Pascal Münzer flankte in den Strafraum, wo TSV-Verteidiger Dominik Muhr den Ball unglücklich ins eigene Tor abfälschte (38.).

"Nach dem 0:1 sind wir aufgestanden und haben die Stirn abgewischt", sagte Stürmer Enes Zafer. In der zweiten Halbzeit spielte der VfB im Stile einer Spitzenmannschaft. Iulian Gherman nahm aus 16 Metern Maß und traf zum 3:1 (68.). Einen Eckball des Gegners nutzte der VfB, um über Ben-Richard Prommer einen Konter einzuleiten, den Alexander Rudenko mit dem 4:1 vollendete (80.). Es hätte durchaus höher ausgehen können. Zafer knallte den Ball ans Lattenkreuz (52.), Rudenko zielte aus aussichtsreicher Position über das Tor (55.). Der eingewechselte Maximilian Rohr hatte Pech, dass sein Schuss abgefälscht wurde. (72.). "Das einzige, was es heute zu kritisieren gibt, war die Chancenauswertung. Wir hätten früher das 3:1 machen müssen", erklärte Marco Unser mit dem Siegerbier in der Hand.
 

Ansage


Ob dieses 4:1 der Beginn einer Serie war? "Ich denke, wir haben schon eine Serie gestartet", sagt Marco Unser und ergänzt: "Es liegt oft an den Kleinigkeiten. Wenn die stimmen, dann läuft es auch." Die Mannschaft jedenfalls ist angriffslustig. Und will weitere Taten folgen lassen. "Wenn wir weiter so spielen, werden wir nur schwer zu stoppen sein", kündigt Enes Zafer an.

TSV Michelfeld: Pompiati – Hetzel (42. Dokara), Örüm, Muhr, Sümer – Ghebreselasie (61. Rausch), Bucher, Di Mauro, Schwarz – Walther (46. Brown), Karaoglan.

VfB Eppingen: Schütte – Stötzel, Söder, Schweinfurth, Kirchner – Hecker, Gherman, Rudenko, Münzer (75. Barth) – Zafer (61. Rohr), Prommer (82. Zeren).

Tore: 1:0 (6.) Di Mauro, 1:1 (25.) Prommer, 1:2 (38./ET) Muhr, 1:3 (68.) Gherman, 1:4 (80.) Rudenko.
Schiedsrichter: Fabian Ebert (Neckarhausen)
Zuschauer: 100


 

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