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Pistenspaß im Grünen

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Gewöhnungsbedürftig ist es, das Sportgerät der Mountainboarder. Optisch eine Mischung aus Snow- und Skateboard, jedoch mit luftgefüllten Rädern ausgestattet. Und deutlich schwerer als die herkömmlichen Bretter. Damit der Fahrer während der Fahrt den Halt nicht verliert, sind auf dem Deck Bindungen montiert. Doch wer einmal auf einem Mountainboard stand,  möchte am liebsten gar nicht mehr runter. Das liegt vor allem an dem hohen Spaßfaktor und der steilen Lernkurve

 

German Open


Noch ist Mountainboarding hierzulande eine relativ unbekannte Sportart. Seit etwa zehn Jahren sind Sportler in Deutschland auf dem Board aktiv. Der ehrenamtliche Verein ATBA Germany hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Mountainboard-Szene in Deutschland mit regelmäßigen Events und Kursen zusammenzubringen und neue Interessierte an den Sport heranzuführen. Der zentrale Stützpunkt der deutschen Mountainboarder befindet sich im hessischen Willingen, doch auch in Großerlach im Rems-Murr-Kreis ist die Funsportart inzwischen beheimatet. Auf der neuen Strecke wurde im August die zweite Station der international besetzten German Open ausgetragen. Rund um den Standort Großerlach wird derzeit eine Szene aufgebaut, Interessierte haben jederzeit die Möglichkeit, dort das Fahren auf dem Mountainboard zu erlernen.
                                           
In Baden-Württemberg sind zurzeit etwa 50 Mountainboarder aktiv, einer von ihnen ist Philipp Heinle. Der 26-Jährige hat die Strecke in Großerlach mitgeplant und aufgebaut. Für ihn lässt sich Mountainboarding am ehesten mit Snowboarden vergleichen. "Man macht die gleichen Tricks, das Fahrgefühl ist aber ein anderes", erläutert Philipp Heinle. Im Winter steht der 26-Jährige ohnehin auf dem Snowboard, das Fahren auf dem Brett mit den vier Rädern bietet dann die perfekte Alternative für den Sommer. Zunächst war Heinle in dieser Jahreszeit nur auf dem Longboard unterwegs, über einen Freund hat er die Liebe zum Mountainboarding entdeckt. Inzwischen ist er Mitglied des ATBA Germany, zudem verkauft er diverse Mountainboarding-Artikel.
                                                     
 

Flexibilität


Doch was macht den Reiz an diesem ungewöhnlichen Hobby aus? Für Heinle ist es insbesondere die Flexibilität, die der Sport mit sich bringt. "Man kann überall fahren, ob auf der Wiese, im Wald oder in der Stadt." Tatsächlich ist das Mountainboard dank der großen Räder bestens geeignet, um sich selbst in anspruchsvollem Gelände fortbewegen zu können. Zudem müsse man "kaum Kosten" aufbringen, so Heinle.

Denn neben dem Board benötige man nur noch die notwendige Schutzausrüstung, also Helm, sowie Protektoren für die Ellbogen, die Hände und die Knie. Gefährlich sei das Boarden im Gelände aber nicht. Auch die "familiäre Atmosphäre in der Szene“ schätzt Heinle, da der Sport noch nicht so verbreitet ist, "kennt jeder jeden." Ein weiterer Vorteil am Montainboarden: Es lässt sich in wenigen Schritten erlernen, schon nach kurzer Zeit hat man die grundlegenden Techniken verstanden. Auch für die nötige Abwechslung ist beim Mountainboarding gesorgt, bietet der Sport doch insgesamt drei verschiedene Wettkampf-Disziplinen – Downhill, Boarder-X und Freestyle. Beim Downhill müssen die Fahrer eine festgelegte Strecke in möglichst kurzer Zeit  bewältigen, während im Boarder-X gleich vier Sportler gleichzeitig gegeneinander antreten. Beim Freestyle, Heinles Lieblingsdisziplin, kommt es schließlich auf möglichst spektakuläre Sprünge über Hindernisse und waghalsige Tricks an.    

  

Selbst ausprobieren


Zum letzten Mal in diesem Jahr findet am Samstag, 18. Oktober, von 10 bis etwa 16 Uhr ein Mountainboardkurs am Skilift in Großerlach statt. Du erhältst dort ein Mountainboard für die Dauer des Tageskurses, einen Helm sowie Protektoren. Nachdem das Material sitzt gibt es eine kurze theoretische Einführung. Durch einfache Grundübungen bekommst du alle notwendigen Werkzeuge beigebracht, damit du sicher auf dem Brett stehst und die ersten Abfahrten ohne Probleme meistern kannst.

Die Teilnehmergebühr beträgt 25 Euro für Jugendliche, 30 Euro für Erwachsene. Weitere Informationen zu dem Kurs erhälst du [hier].  


 

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