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Keine Verlagerung geplant

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Für die einen ist die Frankenbacher Motocrossstrecke eines der wenigen überregionalen Aushängeschilder der Sportstadt Heilbronn, für andere eine Quelle der Lärmbelästigung. Kommunalpolitisch wurde deshalb immer wieder Staub aufgewirbelt. Zuletzt stand sogar die Verlagerung der oberhalb der Leintalstraße angesiedelten Strecke im Raum. Doch dies scheint nun vom Tisch zu sein.

Wie Liegenschaftsamtsleiter Helmut Semenass diese Woche im neuen Frankenbacher Bezirksbeirat sagte, habe man sich im Umland von Heilbronn tatsächlich nach einem alternativen Standort umgeschaut. Aber die Suche sei "nicht von Erfolg gekrönt worden. Sie wissen, wie schwierig es ist, so etwas auf einer vier bis fünf Hektar großen Fläche neu zu installieren", ließ Semenass mit Blick auf damit verbundene Fragen des Grünausgleichs, des Artenschutzes und nicht zuletzt der Lärmbelästigung durchblicken.

 

Lärmprobleme


Der kommunalpolitische Dauerbrenner wird Anfang November einmal mehr den Wirtschaftsausschuss des Heilbronner Gemeinderates beschäftigen. Schon früher hatten Bürger immer wieder über Lärmbelästigungen durch aufheulende Motoren geklagt. Zwischenzeitlich schien seitens der Bevölkerung Ruhe eingekehrt zu sein. Doch im Frühjahr 2013 kochte das Thema plötzlich wieder hoch – und seitdem immer wieder.

Anlass zur jüngsten Beunruhigung gab wohl auch die Fällung von Bäumen, die an der Leintalstraße als Sicht- und Lärmschutz gewirkt hatten, in erster Linie aber sorgten Baupläne des Motocrossclubs (MCC) Frankenbach für Aufsehen. Der Traditionsclub möchte sein in die Jahre gekommenes, sowieso eher provisorisches Vereinsheim auf Vordermann bringen.

 

Sanierungspläne


An eine räumliche Erweiterung des Gebäudes sei ebenso wenig gedacht wie an eine Ausdehnung der Nutzung. Bevor sie allerdings einen wohl sechsstelligen Betrag in die Hand nehmen, brauchen die Mitglieder Sicherheit in der Frage der Finanzierung. Eine wesentliche Bedingung für Fördergelder des Württembergischen Landessportbundes ist eine mindestens 25-jährige Laufzeit des Geländepachtvertrages. Eben diese hat der MCC 2013 im Rathaus beantragt. Nicht mehr und nicht weniger, betonte Vorsitzender Michael Blaurock stets, an eine Ausweitung des Sportbetriebs sei also nicht gedacht.

Weil sich mit den Sanierungsplänen aber plötzlich wieder grundsätzliche Fragen stellten, wurde Semenass vom Wirtschaftsausschuss 2013 zum Mediator bestellt. Bei zwei Gesprächen mit dem MCC und Anwohnern habe es allerdings "keine große Annäherung gegeben", nur diese: Die Trainingszeiten am Samstagnachmittag wurden modifiziert. Gleichzeitig betont Semenass: Der MCC hält sich an alle gesetzlich vorgegebenen Richtwerte und vereinbarten Trainingszeiten an drei Nachmittagen. Dies hätten auch Kontrollen ergeben. Alles weitere wird sich demnächst im Wirtschaftsausschuss weisen.



 

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