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"Das ging ordentlich in die Hose"

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Thomas Zehender hörte sich nicht gut an. Das lag zum einem an dem Husten, der ihn plagte. Das lag zum anderen an dem Spiel, das er soeben miterlebt hatte. Der Sportdirektor des VfB Eppingen tat sich schwer, unmittelbar nach dem Abpfiff die richtigen Worte zu finden − und bat um Geduld: "Ich muss mich erst sortieren."
 
1:4. Wie schon beim 0:3 zum Saisonauftakt in Neckarau kassierte der VfB nun auch bei Aufsteiger FV Fortuna Heddesheim eine deftige Auswärtsschlappe. Statt vorne mitzuspielen, hecheln die Kraichgauer dem Feld in der Fußball-Landesliga Rhein-Neckar hinterher. Platz 14 in der Tabelle, nur ein Sieg aus den ersten vier Spielen − das ist nicht das, was man sich vor Saisonbeginn vorgestellt hatte. "Unsere Ansprüche sind ganz andere", erklärte Zehender und gab zu: "Im Moment sind wir weit weg davon, eine Spitzenmannschaft zu sein."
 
Vielleicht wäre alles ganz anders gelaufen. Vielleicht hätte der VfB die Partie am Samstagabend sogar gewonnen, wenn er von Anfang an konzentriert gewesen wäre und seine Chancen genutzt hätte. Die Mannschaft von Marco Unser begann angriffslustig und erspielte sich bereits in der 3. Minute die erste gute Möglichkeit. Nach einer Flanke von Stefan Stötzel kam Pascal Münzer aussichtsreich zum Kopfball, zielte aber daneben.
 

Früher Rückstand


Fortuna Heddesheim, das zuletzt zwei Mal in Folge verloren hatte, machte dagegen kurzen Prozess. Eine Ecke verwertete Sebastian Pah völlig freistehend zur 1:0-Führung (13.), kurz vor der Pause erhöhte Daniel Gulde auf 2:0 (40.). Der VfB, er hatte weniger Glück. Einen Kopfball von Christian Schweinfurth zum möglichen 1:1-Ausgleich lenkte Fortuna-Keeper Sinan Bal per Glanzparade über die Latte (23.).
 
Nach der Pause zog sich Heddesheim zurück und ließ den VfB gewähren. Angst und Schrecken verbreiteten die Eppinger allerdings nicht. Sie wurden erst gefährlich, als es zu spät und durch Christopher Pisch bereits das 0:3 (85.) gefallen war. Der eingewechselte Selami Zeren konnte immerhin auf 1:3 verkürzen (88.) − ehe Heddesheim durch Steven Kuhnhold den 4:1-Endstand herstellte. VfB-Stürmer Ben-Richard Prommer traf in der Nachspielzeit den Pfosten. Thomas Zehender beschönigte nichts: "Obwohl der Unterschied gar nicht so groß war, war es eine absolut verdiente Niederlage. Heddesheim war bissiger und aggressiver. Unsere Mannschaft ist nur halbherzig in die Zweikämpfe gegangen."
 
Warum es nicht läuft? Ein Problem ist die Abwehr. Der Weggang von Innenverteidiger Jan-Philipp Kubasta scheint schwerer zu wiegen als gedacht, zumal der für die Position vorgesehene Tobias Gebhard verletzt ist. Zehn Gegentore hat die Mannschaft in den ersten vier Spielen kassiert − und damit fast schon halb so viele wie im Meisterjahr 2012/2013. Auch im Spiel nach vorne und im Angriff tut sich die Mannschaft schwer.
 

Fehlstart


Nein, von einer Krise sprechen die Verantwortlichen nicht, aber von einem Fehlstart. "Der Start ist voll in die Hose gegangen", sagt Thomas Zehender und ahnt: "Wir müssen einen langen Atem haben, bis wir dort sind, wo wir hinwollen. Wir müssen jetzt aufstehen, weiterarbeiten und hoffen, dass es besser wird, wenn die Verletzten wieder zurück sind."
 
Der Druck, er bleibt und ist nach dem 1:4 wieder größer geworden. Zwei Heimspiele innerhalb von vier Tagen stehen jetzt auf dem Programm − erst am Mittwoch, 17.45 Uhr, gegen den ASV/DJK Eppelheim, dann am Samstag, 15.30 Uhr, gegen die DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal. Klar, was Sache ist: "Das nächste Spiel muss gewonnen werden", erklärt Zehender.
 
FV Heddesheim: Bal − Engel, Höhn, Gulde, Pah, Rittmaier (72. Kuhnhold), Marino, Mormone, Ludkowski (78. Scherp), Pfitzner, Yalman (66. Pisch).
 
VfB Eppingen: Sauer − Stötzel, M. Söder, Gherman, Kirchner − Rudenko, Schweinfurth, Rohr (60. Landes), Barth − Zafer (46. Prommer), Münzer (77. Zeren).
 
Tore: 1:0 (13.) Pah, 2:0 (40.) Gulde, 3:0 (85.) Pisch, 3:1 (88.) Zeren, 4:1 (90.) Kuhnhold.
 
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Schweinfurth (80./VfB).
 
Schiedsrichter: Jörg Ballweg (Zwingenberg); Zuschauer: 180.



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