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Verhagelte Bilanz

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Eigentlich müssten die aufgestellten Biertischgarnituren auf der Reitanlage am Sonntag gerade voll mit Menschen sein, die ihr Mittagessen und das sportliche Geschehen genießen. Aber viele Plätze bleiben leer. Vor allem der Dauerregen am Freitag hat den Regionsmeisterschaften der Reiter ganz schön die Bilanz verhagelt. "Beim Springen sind fast 50 Prozent der Starter nicht gekommen, bei der Dressur sind wenigstens 80 Prozent da wegen der Hallen", stellt Turnierleiter Markus Kuhnle nüchtern fest.
 

Vorbereitungen


Als er am Freitagmorgen aus dem Fenster sah und den Regen registrierte, dachte Kuhnle nur eins: "Mist!" Denn die drei Turniertage sind es ja nicht, in denen die ganze Arbeit steckt. Die Arbeit passiert in den wochenlangen Vorbereitungen. Hindernisteile besorgen, überlegen, was man bei der Bewirtung ändern kann, Lebensmittel und Getränke bestellen und selbstverständlich die Helfer einteilen. "Für den Veranstalter ist es einfach frustrierend, wenn dann schließlich kaum jemand da ist", sagt Kuhnle.

500 Pferde mit 300 Reitern sind natürlich nicht kaum jemand. Aber die Nennungszahlen waren sogar besser als im Vorjahr, bei gutem Wetter hätte alles für ein schönes Turnier gesprochen. "Der Platz ist auch super, dem sieht man selbst heute kaum was an." Von den 300 angetretenen Reitern nehmen auch nur rund 60 an den Regionsmeisterschaften teil. Das waren auch schon mal mehr.


Wertungsprüfungen


Drei Wertungsprüfungen müssen Springer und Dressurteilnehmer insgesamt reiten. Die gibt es in verschiedenen Altersstufen von den Küken bis zu den Reitern. "Bei den Jungen Reitern im Springen gibt es nur zwei Teilnehmer, da ist natürlich keine Spannung drin", meint Kuhnle. Weder für Zuschauer noch für Reiter, obwohl man immerhin eine 50- zu 50-Chance auf einen Meistertitel hat. Trotzdem, mit mehr Konkurrenz macht es auch mehr Spaß, findet auch Britta Hellmich, die mit Carla gerade auf das Stechen im M*-Springen wartet. "Es wird ja ein Viertel des Starterfeldes platziert, und so kann es sein, dass man sogar mit einem Null-Fehler-Ritt leer ausgeht", meint die Widdernerin. Aber auch sie tritt in diesem Jahr nicht zur Meisterschaft an, was aber nicht am lauen Wetter, sondern am gerade zurückliegenden Urlaub und der damit verbundenen Turnierpause für Carla liegt.

Wenigstens finanziell ist das Turnier für den ausrichtenden Reiterverein Schwaigern kein Schlag ins Wasser. "Der Sport muss sich in der Kalkulation über Nenngelder und Sponsoren immer selber tragen, der Gewinn kommt aus dem Wirtschaftsbetrieb", erläutert Vorsitzender Rolf Ruch. Dort wird das Meiste nach Bedarf zubereitet und beliefert, sei es Waffelteig, Nudeln oder frische Schnitzel.
 

Finanzielles Risiko


Das finanzielle Risiko halte sich also in Grenzen. Nur die Motivation der Helfer, die leide selbstverständlich unter dem Wetter und dem mangelnden Zuspruch. Aber dann kommt am Nachmittag die Sonne raus, und das tut auch der Stimmung gut.


 

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