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Feuchtgebiet im Waldstadion

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Es regnete und regnete. Er regnete nachts, es regnete morgens. Klar, dass der große Regen auch im Waldstadion seine Spuren hinterlassen hatte. Als die Bad Raps am Sonntagmorgen eine Platzbegehung machten, kamen sie sich vor wie in einem Feuchtgebiet. Überall stand Wasser, mancherorts hatten sich riesige Pfützen gebildet. Aquajogging wäre möglich gewesen, eine deutsche Meisterschaft im Ultimate Frisbee nicht. Kurzerhand wurden die Titelkämpfe abgebrochen. "Man konnte nicht mehr spielen. Wir hätten alles kaputt gemacht", sagt Christian Hocher von der Turnierleitung.
 

Gute Leistungen


Nichts war’s mit einem Titel vor eigenem Publikum. Nach dem ersten Turniertag, an dem bei perfekten äußeren Bedingungen die Vorrundenspiele ausgetragen wurden, fielen die Halbfinal- und Finalspiele der  deutschen Frisbee-Juniorenmeisterschaften  in Bad Rappenau buchstäblich ins Wasser. Besonders bitter war das Aus für den Veranstalter. Die Bad Raps waren kurzfristig für einen anderen Verein eingesprungen, hatten im Schnellverfahren für Wettkampfplätze und Unterbringungsmöglichkeiten gesorgt. Auch Pokale hatten sie beschafft. Nun gab es weder Siegerehrungen noch neue deutsche Meister. "Mal schauen, was wir mit den Pokalen jetzt machen. Vielleicht können wir sie beim nächsten Mal verwenden", erklärt Hocher.

Wer weiß, was passiert wäre, hätte der große Regen nicht eingesetzt. Gut möglich, dass die Bad Raps die Pokale alle selbst gewonnen hätten. Sowohl mit der U14 als auch mit der U17 und der U20 standen die Kraichgauer im Halbfinale. Eine starke Vorstellung zeigte unter anderem die U20. Im ersten Spiel hatte sie die Muggs aus Heilbronn souverän mit 9:4 geschlagen, im nächsten Spiel wurden die "Catch ’em All" aus Celle mit 9:3 in die Schranken verwiesen. Die Chancen für eine Titelverteidigung standen gut.
 

Partystimmung


Insgesamt waren 35 Teams am Start. Bei der U20 warfen elf Mannschaften die Scheibe, bei der U17 versuchten 15, bei der U14 neun Teams ihr Glück. Sie kamen von überall her. Aus Osnabrück waren die "Ufos" im Waldstadion gelandet, aus Darmstadt waren die "Ars Lundis", aus Heppenheim die "Heppies" und aus Berlin die "BQM" angereist. Es herrschte Partystimmung in der Kurstadt.

Auch wenn das Wetter am Ende einen Strich durch die Rechnung machte: "Die Resonanz war positiv. Vielleicht können wir irgendwann ja wieder so etwas machen bei uns", meint Christian Hocher.



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