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Die Leistung verbessern

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Ja, der Schweiß läuft ihm noch das leicht gerötete Gesicht herunter, aber an sich kann Adrian Swienty schon wenige Minuten nach dem Zieleinlauf wieder ganz entspannt Fragen beantworten. Dabei ist er gerade zehn Kilometer am Anschlag durchgelaufen. "Für mich war das ein Testlauf für den Trollinger, und es sieht sehr gut aus", meint der Heilbronner grinsend. Das kann man als Sieger wohl sagen. Der Unterlandlauf des TSV Schwaigern hat sich bei vielen als Vorbereitung für den Marathon in Heilbronn etabliert, doch auch sonst ist der Lauf beliebt. 510 Läuferinnen und Läufer gingen am Sonntag auf die verschiedenen Strecken.

 

Aufwärmrunde


Eineinhalb Stunden zuvor sieht man die Halbmarathoniken noch eine letzte Aufwärmrunde ums Stadion laufen, bevor Bürgermeisterin Sabine Rotermund die erste Startklappe ihres Lebens betätigen wird. Kaum sind die Männer und Frauen mit den grünen Startnummern unterwegs, beginnen die in Weiß und Rot, sich langsam im Startbereich vor der Horst-Haug-Halle zu sammeln.

Natalie Biedermann hat ein rotes Stoffquadrat auf ihr Trikot gepinnt, sie läuft also fünf Kilometer. Eigentlich ist die Elfjährige aus Schwaigern Eiskunstläuferin, aber dafür braucht man auch Kondition, und diese trainiert sie gern beim Laufen. Ein bisschen Ehrgeiz steckt schon in ihr: "Als erstes will ich Spaß haben, aber mich auch immer verbessern", verrät sie. 

Alexandra Vogts einziges Ziel ist Ankommen. Erst im August hat die Kirchhausenerin mit dem Joggen begonnen. "Ich wollte einfach was tun, fitter werden, zuerst noch ganz ohne Ziel", erzählt sie. Aber das hat sich dann geändert. Nach den sechs Kilometern beim Vulpiuslauf in Bad Rappenau und den zehn in Schwaigern wartet im Mai der Halbmarathon beim Trolli auf sie und ihre Freundin. Zwei bis drei Mal pro Woche geht sie dafür laufen und passt auch bei der Ernährung auf. "Ich bin Vegetarierin, da muss ich schauen, wo ich mein Eiweiß herbekomme und davon mehr essen."

 

Motivation


Anja Giesinger ruft kurz vor dem Start zum kollektiven Aufwärmprogramm. Zu lauter Musik werden die Muskeln aufgewärmt und leicht gedehnt – alles, damit die Läufer lockerer und beweglicher werden. "Motivation und Spaß sind einfach wichtig bei einem Wettkampf, und dabei will ich helfen", erzählt sie. Zur optimalen Vorbereitung sollten die Teilnehmer nicht übernächtigt und mit leerem Magen an den Start gehen. Etwas Müsli mit frischem Obst ist gut, Mineralstoffe sind wichtig gegen Krämpfe. "Aber vor allem trägt dich die Motivation."

 

Werbung


Das gilt auch für das achtköpfige Organisationsteam, das den Lauf vor vier Jahren übernommen hat und seitdem daran feilt. Nachdem die neue Streckenführung im vergangenen Jahr durch die Stadt und die Weinberge so gut angenommen wurde, bleibt diese jetzt bestehen, betont Birgit Ebner. "Der Lauf hat sich gut entwickelt und ist, finde ich, jetzt auch eine echte Werbung für die Stadt." 

Der erste Fünf-Kilometer-Starter läuft um die Ecke, kurz darauf folgt ein Mann im gleichen Trikot. "Uns ging es hier vor allem um die Teamwertung, und dass wir jetzt sogar Erster, Zweiter und Fünfter geworden sind, ist natürlich super", freut sich Sieger Heiko Hornischer vom Zabergäu InTeam Extreme. Im Team sei es eben einfach schöner, das Laufen genauso wie das Feiern danach.



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