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Mit den Fans im Rücken

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In einem Punkt sind die A-Junioren des TSB Horkheim bereits in der Hinrunde ihres ersten Bundesligajahres absolut überdurchschnittlich: bei den Zuschauern. Etwa 165 Menschen kommen im Liga-Schnitt, um sich den höchstklassigsten Jugendhandball im Süden anzuschauen.

In der Horkheimer Stauwehrhalle waren die knapp 300 beim letzten Heimauftritt vor der Winterpause, dem 34:31 gegen die JSG Echaz-Erms am Sonntagabend, sogar noch eher wenig. Etwas über 400 waren es schließlich zwei Tage zuvor beim 31:41 gegen die Junglöwen der SG Kronau/Östringen gewesen.

Doch nicht nur was die Resonanz des Publikums betrifft, können die  " Young Hunters "  nach dem Doppelspieltag am vergangenen Wochenende zufrieden sein. Mit 10:10 Punkten stehen sie auf dem sechsten Platz der Bundesliga-Süd. Und damit absolut im Soll. Denn Rang sechs würde sie am Ende der Runde zu einem weiteren Jahr Bundesliga-Handball berechtigen.

Sensationell

"Wir haben im Moment den sechsten Platz, das ist unser ausgesprochenes Ziel. Damit sind wir sehr zufrieden. Und natürlich auch mit dem Zuschauerzuspruch – der ist sensationell", sagt Teammanager Jörg Gröger. Im schnitt kämen starke 300 Leute. Das treibt natürlich auch die Spieler an, wie TSB-Rückraum-Ass Sebastian Heymann bestätigt: "Es war immer etwas besonderes, daheim zu spielen. Diese Kulisse ist für die ganze Mannschaft ein Ansporn, nochmal mehr zu geben – das hat uns auch gegen Echaz-Erms wieder geholfen." Denn der vierte Erfolg im zehnten Spiel war vor allem eines: ein Arbeitssieg. "Die erste Halbzeit war eine Voll-Katastrophe", sagte TSB-Trainer Frederick Griesbach schmunzelnd.

Extrem fahrig und nervös agierten seine Jungs in den ersten 30 Minuten, nachdem sie mit einem 4:1 eigentlich gut in die Partie gefunden hatten. Zurecht gingen die Horkheimer mit einem 15:16-Rückstand in die Halbzeitpause. Solche Fehler seien bei A-Jugendlichen aber eben auch normal, gestand Griesbach bei aller Kritik ein. Nach dem Seitenwechsel stimmte dann die Moral des TSB und er setzte sich verdient durch – auch dank einer erneut starken Leistung von Leader Heymann, der auch am Samstag mit den Horkheimer Männern aktiv war. Der 17-Jährige wird wohl erst Ende der Woche so richtig ausspannen können. "Mit drei langen, harten Spielen war es schon ziemlich stressig. Jetzt wartet erstmal die Eis-Tonne", sagte er am Sonntagabend. Am Montag stand für den Gymnasiasten dann eine Mathe-Klausur auf dem Programm, und bis morgen Training: "Am Freitag wird es dann ein bisschen ruhiger."

Lehrerbesuch

Das Pensum mit Schule und Sport ist für den Junioren-Nationalspieler nicht ohne. Bringt aber auch Wechselwirkungen mit sich. "Zu unseren Spielen kommen mittlerweile auch Lehrer", verrät Heymann mit einem Zwinkern. Ob die Besuche sich auf die Notengebung auswirken, bleibt natürlich geheim.

Auswirkungen auf die Horkheimer Zuschauer hat der hochklassige Jungendhandball aber definitiv. "Die Jungs spielen natürlich für sich, aber eben auch für die Kulisse und können unglaublich viel für den Verein tun", sagt Teammanager Gröger. Die Gesichter auf den Rängen waren am Wochenende auffallend jung. Wie es Heymann gefallen würde, wenn einige davon auch zu den Männern kämen? "Wir freuen uns immer, wenn die Halle voll ist."




 

 

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