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Neuer Kunstrasen für die Kicker

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Seit einigen Jahren diskutieren Stadträte, Verwaltung und Neckarsulmer über einen neuen Sportplatz, nun sind die Bagger angerückt: Nach zahlreichen verworfenen Standort-Varianten entsteht nun zwischen bestehendem Kunstrasenplatz und Pichterichstraße ein neuer Sportplatz für 1,1 Millionen Euro. Waren sich die Beteiligten bei der Notwendigkeit weiterer Trainings- und Spielmöglichkeiten seit einer entsprechenden Untersuchung der Auslastung der Sportstätten Neckarsulms weitgehend einig, schieden sich an der Wahl eines Standorts lange die Geister.

"Lieber an dieser Stelle ein neuer Trainingsplatz als überhaupt keiner", sagt der Vorsitzende der Neckarsulmer Sport-Union (NSU), Rolf Härdtner. Keine ganz unbegründete Sorge, waren doch einige Standorte über die Jahre an Bedenken und Einwänden im Rat gescheitert – etwa Areale entlang des Reisachmühlwegs, an Stelle der vom TC Sulmtal verlassenen Tennisplätze, oder eines Parkplatzes unterhalb des Aquatolls. Der letzte Vorstoß war im Oktober 2012 an 16 Gegenstimmen aus den Reihen von CDU, Freien Wählern und Grünen gescheitert.

 

Heilfroh


Am Ende sei man heilfroh, dass nun diese Lösung realisiert werde, meint der NSU-Chef. Auch, wenn sie einen Kompromiss bedeutet: Das Feld sei mit seinen 30 Mal 70 Metern Größe kein vollwertiger Fußballplatz, dafür sei nicht genug Fläche vorhanden. "Aber Jugendmannschaften können allemal dort spielen", erläutert der NSU-Vorsitzende und Chef der SPD-Gemeinderatsfraktion. Auch die Trainingskapazität werde deutlich erweitert. "Mehrere Mannschaften können sich den Platz teilen. Das entlastet den bestehenden Kunstrasenplatz."

Außer den Kickern und Leichtathleten der Sport-Union spielen laut Rolf Härdtner auf den Plätzen an der Pichterichstraße noch Fußballer von Türkspor und gelegentlich Hobbyfußballer des griechischen FV Odysseas – laut Stadt kommt noch eine Nutzung der Plätze durch Neckarsulmer Schulen hinzu. An der Überlastung der bestehenden Spielmöglichkeiten bestehe für ihn kein Zweifel, auch die städtische Sportentwicklungsplanung habe das bestätigt. Sie habe bereits vor langer Zeit einen Bedarf von sogar zwei weiteren Plätzen attestiert.

Was jetzt gebaut wird, ist ein neues Trainingsfeld samt Ballfangzaun, bestehend aus einem Kunstrasenfeld und einer Kunststofffläche mit Hochsprunganlage. Um Platz für die neuen Sportanlagen zu schaffen, werde der vorhandene Kunststoffplatz neben dem Rasenspielfeld komplett zurückgebaut, schreibt die Verwaltung. Der bestehende Rasenplatz bleibe unverändert. 

Als Ersatz für die alte Weitsprungeinrichtung, die durch den Rückbau entfällt, werden zwei Weitsprungbahnen zwischen dem bestehenden Rasenspielfeld und dem Pichterichstadion neu angelegt. Der Rasenplatz erhält auf der Südseite einen neuen Zuschauerbereich. Dort werden Stehstufen gebaut, von denen aus Zuschauer das Geschehen auf dem Rasen besser verfolgen können. Auch abendliches Trainieren ist möglich: "Beleuchtet wird der Platz über neue Lampen an den bestehenden Flutlichtmasten", führt Rolf Härdtner aus.

 

Kosten


Die Kosten für den Bau des neuen Platzes trägt die Stadt. "Eine Kostenbeteiligung der Vereine gibt es nicht", schreibt die Neckarsulmer Verwaltung. Das Konzept zur Neuordnung der Sportanlagen sei allerdings zuvor mit den NSU-Abteilungen Fußball und Leichtathletik abgestimmt worden.


 

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