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Die Aufholjagd im Visier

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Sie war wieder da. Bevor der VfB Eppingen am Montagabend mit dem Training begann, feierte Frau Holle ihr Comeback. Mit vielen kleinen Flöckchen ließ sie sich fallen und versuchte, sich niederzulassen und breit zu machen. Dem VfB konnte der Damenbesuch nichts anhaben. Wie geplant, spulte er sein Pensum ab. "Unser Vorteil ist, dass wir einen Kunstrasen haben", sagt Trainer Marco Unser.

Ein guter Platz ist wichtig – auch in der Tabelle. Wenn der Tabellenfünfte der Fußball-Landesliga Rhein-Neckar am 28. Februar mit dem Heimspiel gegen die  SG Wiesenbach  in die Rückrunde einsteigt, will er topfit sein. Neun Punkte beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter FC Zuzenhausen, sieben Punkte ist der Zweite TSV Wieblingen entfernt. Um noch ganz nach vorne zu stoßen, muss der VfB eine nahezu perfekte Restsaison spielen – und eine Erfolgsserie starten.

"Wir können alle rechnen. Wir wissen, dass alles passen muss und wir eine sehr gute Rückrunde brauchen, wenn wir vorne angreifen wollen", sagt Marco Unser und betont: "Sieben Punkte sind nicht die Welt." Der VfB wäre nicht der erste Verein, dem eine furiose Aufholjagd gelingt. Vorletzte Saison rollte der TSV Amicitia Viernheim das Feld von hinten auf. Zehnter war er nach der Vorrunde, um dann auf Platz zwei zu stürmen – nach insgesamt 22 Spielen ohne Niederlage. Auch der VfB hat es schon geschafft, im Endspurt für Tore und Furore zu sorgen. 2003/2004 in der Kreisliga lag er an Weihnachten gegenüber dem FC Berwangen mit acht Punkten im Hintertreffen, ehe er vor dem FCB dann Meister wurde.

 

Neuzugang


Personell hat sich nicht viel getan. Bis auf Isaak Gelen, der zu den Aramäern Heilbronn zurückgekehrt ist, bis auf Torwart Pascal Schwarz, der sich dem TSV Botenheim angeschlossen hat, ist das Team zusammen geblieben. Der einzige Neue ist Mittelfeldspieler Kerim Yilmaz von Türkspor Neckarsulm. Mehr braucht es auch gar nicht. "Wir haben uns gar nicht großartig umgeschaut nach neuen Spielern. Wir haben eine gute Mannschaft", sagt Marco Unser.

Zupass kommt dem VfB, dass alle Spieler fit aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekommen sind – und ihre Blessuren auskuriert haben. Das gilt für Aykut Yaramaz, das gilt auch für Mirko Kirchner. Der Außenverteidiger hatte sich im Kraichgau-Derby gegen den TSV Kürnbach (3:0) am Sprunggelenk verletzt und fehlte in den letzten drei Spielen vor der Winterpause damit ebenso wie der rot-gesperrte Manuel Hecker. Dass der VfB zum Jahresabschluss gegen den FC Zuzenhausen (1:2), VfL Kurpfalz Neckarau (1:1) und den 1. FC Mühlhausen (1:2) nur einen Punkt holte, führt Marco Unser unter anderem auf diesen Umstand zurück: "Das waren zwei ganz schwere Ausfälle für uns. Mirko war in einer sensationellen Form, auch Manuel war richtig gut drauf. Er war fast unersetzbar zu dieser Zeit."

 

Perspektiven


Die Vorbereitung will der VfB nutzen, um zusammen zu finden. Das Spiel gegen den Ball. Das schnelle Umschalten. Das will der VfB wieder verinnerlichen, verfeinern und verbessern. Konditionell sieht der Trainer sein Team auf der Höhe. Auf Ottilienberg-Exkursionen und Crossläufe durch den Hardwald verzichtet Marco Unser. "Waldläufe gibt es nicht. Es wird alles mit dem Ball gemacht", sagt der 33-Jährige und widerspricht jenen Leuten, die meinen, seine Elf sei körperlich nicht fit genug gewesen: "Von außen hat es vielleicht manchmal so ausgesehen. Aber es ist doch klar, dass ein Gegner, wenn er in Rückstand ist, mehr riskiert und alles in die Waagschale wirft."

Nein, abhaken tut der Trainer diese Saison noch nicht. Genauso wenig wie der Verein. "Klar, es wird schwer. Wir müssen ja fast jedes Spiel gewinnen", sagt VfB-Vorsitzender Steffen Häffner und fügt hinzu: "Ich will sehen, dass die Mannschaft darum kämpft. Wir werden uns nicht freuen, wenn wir Dritter oder Vierter werden."



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