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Hip-Hop als Leistungssport

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Tanzen ist eine Leidenschaft. Nicht nur für Svenja Mayer, sondern auch für ihre Hip-Hop-Schülerinnen der Neudenauer Volkshochschule. Seit 2013 üben die Mädels zwischen 13 und 16 Jahren aus Neudenau, Herbolzheim und Möckmühl bei der ausgebildeten Fleiner Tanzlehrerin coole Moves, ausdrucksstarke Styles und heiße Synchronformationen zu angesagten Rhythmen, mit denen sie nun sogar bei den Deutschen Meisterschaften im Mannheimer Rosengarten erfolgreich abschnitten.


Team

"Die Gruppe ist nur so gut wie die Schwächste in ihr", sagt Svenja Mayer und macht damit deutlich, dass sie von aufgeplusterten Einzelkünstlern in der Kategorie Formation wenig, eigentlich gar nichts hält. Immerhin kommt es auf abgestimmte Bewegungen an, die für einen optimalen Ausdruck der meist geometrischen Figuren möglichst synchron ablaufen sollen. Dafür mutieren ihre Schülerinnen auch gern mal zu Klonen, für die dann das Tanzen in identischen Spiegelbildern angesagt ist.

"Ausdruck und Ausstrahlung kann man nur bedingt trainieren", versichert die 28-Jährige. Dafür hat Svenja Mayer, seit Oktober assistiert von Azubi Michelle Lang (20) aus Botenheim, in jeweils anderthalb Stunden pro Woche ein Argusauge auf korrekt gestreckte Arme, mit entschiedener Leichtigkeit tanzende Beine, erhobene Köpfe und ein strahlend-entspanntes Lächeln.

Ihr korrigierendes Eingreifen ist in Ermangelung von Spiegeln im Gymnastikraum der Sturmfederhalle ständig gefragt. "Tanzen ist ein Leistungssport wie jeder andere auch", versichert sie. Deshalb werden Ehrgeiz und Disziplin bei ihr großgeschrieben: "Wer bei 30 Grad lieber ins Freibad geht anstatt zum Training, ist ganz schnell draußen."

Nur durch Kontinuität lässt sich erreichen, was Lara Beutelspacher, Lisa Hoger, Anna Hopfhauer, Sophia und Luisa Jochim, Sophia Karangounis, Lea Kobs, Maren Last, Dana Lumpp und Emily Schwinger in Mannheim ertanzt haben: den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Formationstanz. Fünf von ihnen holten außerdem in der sogenannten "Small Group" den vierten Rang, einige waren auch im Solo erfolgreich.

Svenja Mayer kann ein Grinsen nicht unterdrücken, wenn sie an die Anfänge denkt: Vor drei Jahren hat sie ihre Schülerinnen auf deren Drängen, durch das Wettkampfteam Fuego der Tanzschule motiviert, zum Kräftemessen auf Bundesebene angemeldet. "2013 wurden wir Letzter, 2014 immerhin schon Vorletzter." 2015 machten sie den Riesensatz auf Platz drei.


Sonnenblumen

"Aufgeregt waren wir schon", gesteht Lea Kobs. Zwar waren einige Eltern mit von der Partie, doch die Trainerin hatte just am Wettkampf-Wochenende ihre mündliche Prüfung zum Fachwirt. Außerdem mussten sie aufgrund der Geburtsjahr-Einstufung in der Kategorie der Juniors 2 antreten, die eigentlich für die 16- bis 18-Jährigen gilt. Welche Lieder gespielt würden, war nicht bekannt, dafür die Geschwindigkeit, auf die Svenja Mayer mit ihnen Schrittfolgen eingeübt hatte.

Dass sie nach den Süddeutschen Meisterschaften, die im Mai als Qualifikation stattfanden, nun auch bei den Deutschen Meisterschaften überzeugten und einen Pokal sowie etliche Medaillen mit nach Hause brachten, freut Sandra Scholl, Leiterin der VHS Unterland in Neudenau, besonders. Sie betont, dass im Folgekurs im Herbst auch neue Tänzerinnen willkommen sind.

 

Mit ihren "Moves" überzeugten die Hip-Hop-Mädels aus Neudenau unter Leitung ihrer Tanzlehrerin Svenja Mayer bei den Deutschen Meisterschaften. 

 

 

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