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Heilbronner Speedskater jagen EM-Medaillen

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Ganz klar, Ronja Binus will bei den am Wochenende beginnenden Europameisterschaften in Österreich nochmal richtig abräumen. Die 17-Jährige vom SSF Heilbronn zählt bei den Juniorinnen B auf den Langstrecken zu den Titelaspirantinnen. "Mindestens eine Einzelmedaille ist mein Ziel", sagt die Schülerin des Robert-Mayer-Gymnasiums selbstbewusst. Nach ihren nahezu perfekten Auftritten bei den deutschen Meisterschaften Ende Juni mit drei Titeln in fünf Rennen wären geringere Zielsetzungen aber auch unangebracht.

In Form

"Ronja ist in sehr guter Form. Bei der EM sind aber mindestens 15 richtig gute Mädels dabei, da wird es wieder darauf ankommen, möglichst wenige Fehler zu begehen", traut Bundestrainer Bernd Rumpus seinem Schützling ebenfalls einiges zu.

Natürlich wird auch Rumpus’ Tochter Katharina bei der EM dabei sein. Allerdings nur als Teilzeitkraft. Denn die Mathematik- und Sportstudentin ist im "Voll-Stress". Am Montag steht eine wichtige Matheklausur auf dem Programm, erst danach kann die 22-jährige Fleinerin nach Wörgl reisen. "Wenn ich die Klausur nicht mitschreiben würde, hätte das als Fehlversuch gezählt", erklärt Rumpus, "im Fachbereich Mathematik fehlt ein bisschen das Verständnis für den Leistungssport." Doch die frühere Juniorinnen-Weltmeisterin nimmt es gelassen. "Ich werde bei der EM mein Bestes geben. Meistens wird mir aber sicher nur die Helferrolle für meine Teamkolleginnen Mareike Thum und Sabine Berg bleiben", vermutet Rumpus.

Die Konkurrentinnen sind in der Sportfördergruppe der Polizei und können unter Profibedingungen trainieren. Für den Marathon zum EM-Abschluss in Innsbruck hofft Rumpus aber auf die Kapitänsrolle. Für dieses Rennen sieht auch Bernd Rumpus die besten Aussichten für seine Tochter: "Wenn alles perfekt läuft, ist eine Medaille möglich."

Als Dritter im Bunde wird sich Patrick Reuter mit der starken Konkurrenz bei den Junioren A messen. Dass seine Form stimmt, bewies der Kornwestheimer in der Vorwoche mit dem Sieg im Zielsprint bei der deutschen Halbmarathonmeisterschaft in Regensburg. "Die Gegner in der Altersklasse sind brutal stark. Wenn Patrick unter die Top Ten fahren sollte, werde ich vor Freude ohnmächtig umfallen", sagt Bernd Rumpus.

WM-Traum

Der Blick von Ronja Binus geht sogar schon vorsichtig über die kontinentalen Titelkämpfe hinaus. Denn sie hofft noch auf einen Startplatz für die Weltmeisterschaft im November in Taiwan. Zwei starke A-Juniorinnen sind hierfür gesetzt, aber Binus könnte den dritten Startplatz ergattern, obwohl sie noch im jüngeren Jahrgang ist. Daher startete sie in dieser Saison abseits der Meisterschaften bei den A-Juniorinnen. Starke EM-Auftritte könnten ihr das WM-Ticket bescheren. "Das wäre die Erfüllung eines großen Ziels", sagt Binus.

 

 

 

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