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Vom Tanz auf der Planche

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"Stellung! Fertig? Los!": Die Kommandos der Obfrau ertönen am Samstag in der Sporthalle der Freien Schule Anne-Sophie in Künzelsau. Vienna Stapf (FC Würth Künzelsau) und ihre Konkurrentin Noa Elaine Marx (FSV Mülheim/Ruhr) strecken ihre Säbel nach vorne. Durch die Schutzmasken kann man ihre Gesichter nicht erkennen, aber ihre Haltung signalisiert, dass sie bereit zum Angriff sind. Elegant wie zwei Tänzerinnen bewegen sie sich aufeinander zu. Dann geht es blitzschnell: Vienna sticht zu und die Treffermeldeanlage leuchtet auf – Punkt für die 13-Jährige.

 

Aufregung

 

"Heute ist es sehr schlimm mit der Aufregung", gibt die Schülerin zu. Anzumerken ist ihr die Nervosität nicht. Während sie sich souverän durch die vier Duelle der Damen-Vorrunde ficht, hat Marius Stitz (FC Würth Künzelsau) die sechs Gefechte im Herrensäbel bereits für sich entschieden und belegt den ersten Platz der Rangliste. Sein Vater, Oliver Stitz, welcher stets am Bahnrand lautstark mitfiebert, ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Bisher läuft es richtig gut".

Auch Vienna ist erfolgreich. Nachdem sie sich unter die besten acht der 15 Teilnehmerinnen ihres Jahrgangs gekämpft hat, kann sie erstmals eine längere Verschnaufpause einlegen. "In circa einer Stunde geht es mit den K.O.-Gefechten weiter", so die Kupferzellerin.

 

Fünfter Platz

 

In der Zwischenzeit musste Marius eine Niederlage einstecken und in den Hoffnungslauf. Das bedeutet, dass der Schüler die darauffolgenden Zweikämpfe gewinnen muss, um weiterhin antreten zu können. Kurz nach seinem Einzug in das Finale der besten acht von 33 Teilnehmern seines Jahrgangs macht ihm sein Gegner Eric Simon Seefeld (WMTV Solingen) einen Strich durch die Rechnung. Der Traum des Künzelsauers, dem Titel einen Schritt näher zu kommen, zerplatzt. In der Endwertung erreicht er den fünften Platz. "Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich mich fortlaufend verbessere", verrät der 14-Jährige.

Für Vienna nimmt das Turnier einen ähnlichen Verlauf. Sie scheitert wenig später und landet ebenfalls auf dem fünften Rang. "Die Beiden sind immer sehr fleißig. Sie kommen sogar zum Training, wenn Ferien sind", äußert Trainer Vadym Shturbabin.

Schade. Man hätte es ihnen gegönnt, bei der Siegerehrung ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, denn an Ehrgeiz und Talent mangelt es den beiden Sabreuren nicht. Doch bereits im nächsten Jahr wartet eine Altersklasse höher eine neue Chance auf sie. Und wie heißt es so schön? Übung macht den (Deutschen) Meister

 

 

 

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