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Große Show mit Hip-Hop und Ballett

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Klassische Musik auf der E-Gitarre. Rock-Hymnen ganz sachte auf dem Klavier. Geht nicht? Doch, geht. Dazu darstellender Tanz: Ballett, Tango und Hip-Hop. Diese ungewöhnliche Mischung gibt es bei Rock and Dance. Die Show bringt in der Neckarsulmer Ballei bereits zum dritten Mal zusammen, was scheinbar nicht zusammen gehört.

Gegensätze

"Wir betreiben bei jedem Song Emotionsmalerei", sagt Sven Körner, der das Projekt zusammen mit dem Musik- und Gesangsverein Dahenfeld (MGV) leitet. Musik und Tanz in teils gegensätzlichen Stilrichtungen sollen neue Assoziationen bei bekannten Titeln wecken, meint Sven Körner. Das Thema Gegensätze ist auch bei der Musik zur Show zu erkennen: Pachelbel und Pink, Linkin Park und Perez Prado, die Toten Hosen und Michael Jackson. Damit das harmonisch zusammenpasst, verbringen die über 120 ehrenamtlichen Musiker und Tänzer viel Zeit mit Proben: "Eine gute Organisation ist wichtig, jeder muss genau wissen, was er wann zu tun hat", erklärt Körner. Koordiniert werden müssen eine Band mit Rock- und Big-Band-Ensemble, Tänzer der Tanzschule Dancestage Heilbronn und der Ballett- und Stepschule Münch, ein Kinderchor des MGV-Dahenfeld sowie Licht- und Videoinstallationen.

Fliegende Band

In diesem Jahr neu ist das Bühnenkonzept. "Die Band steht auf der Bühne auf einer zweiten Etage, sie fliegt über den Tänzern", sagt Körner mit einem Schmunzeln. Bis zu 50 Tänzer – hauptsächlich sind es Tänzerinnen – können so die Bühne nutzen. Und das in besonderen Outfits: Statt dem klassischen Tutu des Balletts bewegen sie sich einmal mit sperrigen Football-Helmen und Schulterpolstern – und bleiben dabei grazil.

Ein Guss

Wichtig sei dafür ein gutes Zusammenspiel von Musik und Tanz, die Ideen für das Programm kommen daher von beiden Seiten. "Die Leiter der Gruppen setzen sich dann zusammen und basteln aus den Vorschlägen einen Ablauf", sagt Körner. "Da fliegt ein Lied auch mal wieder raus, wenn sich zum Beispiel die Tänzer dazu nichts vorstellen können." Denn auch wenn die beiden Gruppen auf der Bühne oft Gegensätzliches darstellen, soll die Gesamtproduktion aus einem Guss sein. "Darum schicken wir dieses Jahr Musiker auch immer mal wieder zu den Tänzern runter, zum Beispiel bei Solos", sagt Körner, der selbst mit der Gitarre dabei ist.

Stimmung

Körner hatte 2011 die Idee für Rock and Dance, bei einer ähnlichen Veranstaltung in der Harmonie in Heilbronn: "Da kam die Musik aber aus der Dose", sagt Körner. "Dass eine Band fehlt, habe ich gemerkt, als bei 'We Will Rock You' alle noch brav auf den Stühlen saßen." Das Publikum miteinzubeziehen in die Stimmungen der Show, ist ihm wichtig. "Manche Besucher kommen wegen der bekannten Musik, andere wegen dem Tanz. Und vielen gefällt der kurzweilige Mix aus beidem", sagt Körner. 2012 gab es die erste Show, 2013 die nächste. Nun soll es im Zwei-Jahres-Rhythmus weitergehen: "In der zweistündigen Show stecken elf Monate Vorbereitung. Vor allem für die Tänzer ist das am Ende auch eine körperliche Belastung", sagt Körner. Damit das Ergebnis der intensiven Proben nach dem Auftritt nicht einfach verpufft, zeichnet ein Videoteam die Show auf. "Jeder Besucher kann sich ein Video der Show bestellen, das ist im Preis inbegriffen."

 

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