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TV Lauffen auf Durchmarsch-Kurs

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Ein Spitzenspiel? Davon wusste Stefan Krebs angeblich nichts und hören wollte er davon erst recht nichts. "Wir sammeln weiterhin Punkte für den Klassenerhalt", sagte der Frauen-Trainer des TV Lauffen nach dem ungefährdeten 29:18 (15:8)-Sieg gegen die SG Böckingen-Leingarten.

Für den Bezirksklasse-Aufsteiger war es bereits der sechste Sieg im sechsten Spiel. Ein Drittel der Saison ist damit bereits absolviert. Bei einem Torverhältnis von 178:104 werden die Gegner im Schnitt mit 13 Toren Differenz bezwungen. Die elf Tore Vorsprung gegen den bis dahin noch verlustpunktfreien Tabellenzweiten waren also sogar unterdurchschnittlich.

Angesichts dieser Zahlen müsste in Lauffen doch eher vom Durchmarsch als vom Klassenerhalt gesprochen werden, oder Herr Krebs? "Der Aufstieg ist nicht das Ziel. Wir würden aber sicher keine Trauerfeier veranstalten, käme es trotzdem dazu." Den 23. April 2016 sollte sich der TVF für die etwaige Aufstiegsfeier sicherheitshalber schon einmal im Kalender anstreichen. An diesem Tag steht das letzte Saisonspiel beim TSV Buchen auf dem Plan.

Angestachelt

Trotz der deutlichen 18:29-Niederlage sprach der SG-Trainer ganz offen über das Ziel Aufstieg für sein Team. "Es steigen ja zwei Teams in die Bezirksliga auf. Warum nicht Lauffen und wir?", fragte Thomas Schadenberger und grinste. Seine Mannschaft ging hochmotiviert und engagiert in das Duell mit dem Tabellenführer.

Esra Öztürk und Nadine Mießl brachten die Gäste in der Anfangsphase zwei Mal in Führung. Doch nach dem 2:1 (4. Minute) dauerte es mehr als eine Viertelstunde, ehe erneut Mießl den dritten Treffer beisteuerte. Diese 15 Minuten hatte Lauffen genutzt, um vorentscheidend auf 10:2 davonzuziehen. "Die Mädels waren vor dem Spiel so angestachelt. Plötzlich war die ganze Konzentration weg", erklärte Schadenberger den langen Blackout seines Teams.

"Die Lauffener haben aber wirklich eine klasse Mannschaft beisammen, auf die sie stolz sein dürfen. Großer Respekt für die Arbeit, die hier geleistet wird", fand Schadenberger anerkennende Worte für den Gegner. Angeführt von Bianca Drass dominierte das junge Lauffener Team das Geschehen. Besonders die Nachwuchsspielerinnen Eva Lang und Anna Lauer wussten mit schönen Toren zu gefallen. Die Jugendspielerinnen konnte Trainer Krebs aber nur dosiert einsetzen, da die A-Jugend bereits zuvor und die B-Jugend direkt im Anschluss im Einsatz waren. Zudem fehlte mit Silja Krebs die bisher beste Torschützin. "Ich habe zwei Spielerinnen im Kader, die älter als 25 sind und zwei, die älter als 20 sind. Heute haben drei B- und drei A-Juniorinnen gespielt", erklärte Stefan Krebs.

Abgezockt

Die selbsternannte "Rasselbande" brachte den früh erspielten Vorsprung abgezockt über die Runden. Näher als auf fünf Tore beim 20:15 (45.) kamen die Gäste nicht mehr heran. Zudem verloren sie ihre bis dahin gefährlichste Torschützin Nadine Mießl durch eine Rote Karte (37.). Mit einem kurzen Zwischenspurt zum 25:15 (53.) war das Spiel endgültig entschieden. Den Schlusspunkt zum 29:18 setzte Sophie Mühleck mit ihrem sechsten verwandelten Siebenmeter.

Vielleicht ein kleines bisschen euphorisiert vom ungefährdeten Sieg im Spitzenspiel gab Krebs schließlich zu: "Wir wollen uns schon langfristig auf Bezirksebene etablieren, um unserem Nachwuchs Perspektiven im Heimatverein zu schaffen." Das klingt doch verdächtig nach einem verklausuliert formulierten Saisonziel Aufstieg.

 

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