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Broadway zu Gast an der Ohrn

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Als die ersten Musikklänge erschallen, erheben sich die Darsteller des Musicalforums Hohenlohe. Noch ist ihr Blick auf den Boden der Bühne in der Aula des Hohenlohe-Gymnasiums gerichtet. Doch als sich das Vorspiel seinem Ende neigt, wenden sich die Ensemblemitglieder mit gespanntem Gesichtsausdruck Florian Tresp zu, der zu dirigieren ansetzt. Mit schaurigen "Ahs" entführen die Sänger die Zuschauer bei ihrer ersten öffentlichen konzertanten Probe auf den Friedhof der Addams Family und damit in die bizarre Welt jenes Clans, der in den 1960er Jahren ein internationales Fernsehpublikum zu begeistern verstand.

Live-Musik

In der Skurrilität des Stoffs liegt einer der Gründe dafür, dass das 2013 gegründete Musicalforum unter Tresps Vorstandschaft für seine zweite Spielzeit die 2010 wieder entdeckte und als Broadway-Musical adaptierte Geschichte der Addams Family gewählt hat. Daneben ist es die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Musik, die eine 13-köpfige Band unter der Leitung von Ina Schüller live bei der Aufführung des Stücks im Februar 2016 in der Kultura darbieten wird.

Mit der konzertanten Probe tritt die Vorbereitungszeit in ihre heiße Phase ein: Zum ersten Mal singt und spielt das Laienensemble, das sich seit März diesen Jahres vierzehntägig samstags trifft, auswendig. Auch wenn es noch ein paar Gedächtnislücken gibt, spürt man bereits die Leidenschaft und Dynamik, mit welcher die Theatergruppe die Geschichte zum Leben erweckt. Mit seiner souveränen, witzigen Darstellung und eindrucksvollen Mimik überzeugt besonders Steffen Kürschner als Familienvater Gomez. Im Zusammenspiel mit Vivien Kraft als kommandoführender Ehefrau Morticia, die mit ihrer ausdrucksstarken Stimme beeindruckt, entfaltet sich sein ganzes schauspielerisches Potenzial.

Revuetheater

Im Nebenraum tummeln sich die Ahnen der Addams Family: Neun junge Damen im Skelettkostüm tänzeln zum Morticia-Song "Der Tod steht um die Ecke" um einen hölzernen Stock, Nathalie Rödl gibt Anweisungen. "Die Choreographie greift Elemente des Ballett- und Revuetheaters auf", erklärt die Studentin und Jazztanzgruppenleiterin. Jennifer Stoß und Carolin Döring kommen nach dem Tanz unter ihren Totenkopfmasken hervor. "Das ist einmal eine ganz andere Tanzrichtung", sind sich die Beiden einig. Und Dance Captain Anna Carle fügt hinzu: "Die ausgefallenen Kostüme haben etwas."

 

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