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Schluss mit Lieblingsgegner

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In Hochdorf sind sie vorsichtiger geworden. Vergangene Runde hatten sie den TSB Horkheim noch als ihren Lieblingsgegner bezeichnet und zum Leidwesen der Unterländer noch beide Duelle gewonnen. Im Vorfeld der Jahresabschlusspartie am Samstag ist vom Lieblingsgegner nicht mehr die Rede, stattdessen wird auf die beeindruckende Heimserie verwiesen: Im gesamten Jahr 2016 hat der TVH nur vier Punkte im heimischen Biberbau abgegeben, nur ein Spiel verloren. "Dann kriegen sie gegen uns die zweite Niederlage“, spricht Janik Zerweck Klartext. 

Feste Größe

Der 24-Jährige hat gerade seinen Vertrag beim TSB um weitere zwei Jahre verlängert. Der Rückraumspieler hat sich vom ungestümen und verletzungsgeplagten Heißsporn zu einer festen Größe beim Drittligisten gemacht. "Seine Entwicklung ist sensationell. Er ist seriöser und sachlicher geworden, arbeitet sehr fleißig. Ein echter Leistungsträger“, lobt Trainer Jochen Zürn seinen Rückraumspieler.

"Die Atmosphäre und das Umfeld im Verein sind toll, ich fühle mich in Horkheim einfach sehr wohl“, sagt Zerweck. Da er auch weiterhin als Fahrzeugakustiker in der Region arbeitet, stand ein Wechsel ohnehin nicht zur Debatte. Rätselhafter Weise war allerdings auch kein Verein auf den gebürtigen Bönnigheimer zugekommen. "Ich hatte kein Angebot“, sagt Zerweck.

Anders erging es Freddy Griesbach. Trotz seiner erst 27 Jahre trug sich der Rechtsaußen schon länger mit dem Gedanken, seine aktive Karriere zu beenden und sich voll auf seine Trainerlaufbahn zu konzentrieren. Durch seine innovative und zumindest in der vergangenen Saison auch sportlich erfolgreiche Arbeit in der A-Jugend-Bundesliga, waren einige Vereine auf das Trainertalent aufmerksam geworden. Seit Freitag ist klar: Griesbach trainiert in der nächsten Saison den aktuellen Württembergliga-Spitzenreiter SV Remshalden. "Natürlich ist das ist ein sehr frühes Karriereende. Diese Anerkennung seiner Trainerarbeit hat er aber verdient. Ich freue mich für ihn und habe ihm auch weiterhin meine Unterstützung angeboten“, sagt Zürn. Dass nun ein Linkshänder für die nächste Saison gefunden werden muss, sieht der Trainer gelassen. "Dieser Schritt hat uns im Gegensatz zu der schweren Verletzung von Marco Hauk nicht überrascht. Wir sind schon länger auf dem Markt unterwegs“, ist Zürn zuversichtlich, die Vakanz zeitnah zu füllen.

Zwei Gesichter

Eine Sieg-Vakanz gilt es für den Tabellenzweiten in Hochdorf zu füllen. Vor sechs Jahren gelang dem TSB Horkheim dort der letzte Sieg, aus den jüngsten vier Aufeinandertreffen nahmen immer die Pfälzer die volle Punktzahl mit. "Es ist an der Zeit, das zu ändern“, sagt Jochen Zürn. "Wir hatten eine der besten Trainingswochen seit ich hier im Amt bin. Die Jungs brennen richtig.“

Dass das Team von Trainer Stefan Bullacher nur auf Platz elf rangiert, ficht Zürn nicht an. "Hochdorf hatte durch viele Verletzungen zu Beginn der Saison, Schwierigkeiten in Fahrt zu kommen. Deshalb stehen sie nicht da, wo sie hingehören.“ In der Vorbereitung auf die Partie hat sich Jochen Zürn nur dem "starken Heimgesicht“ des Teams gewidmet und das deutlich schwächere Auswärtsgesicht ignoriert. "Ich muss die Spiele sehen, in denen es bei ihnen läuft“, sagt Zürn.

Besonderes Augenmerk wird der TSB auf Spielmacher Tim Götz richten müssen. Der 19-Jährige ist in seinem ersten Drittligajahr bereits der viertbeste Torschütze der Liga. Zusammen mit seinen Teamkollegen Robin Egelhof und Alexander Falk steht er im aktuellen Aufgebot der Junioren-Nationalmannschaft. Kein anderer Verein in Deutschland stellt aktuell mehr Akteure. "Es zahlt sich aus, dass wir unseren jungen Spielern so viel Verantwortung geben“, sagt Stefan Bullacher. 

 

 

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