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Suboptimale Wetterbedingungen

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"Äußerst ärgerlich“ ist der Finalausgang für Lokalmatador Jörg Bertsch vom TSV Degmarn beim zweiten Michael Sandel Cup am Sonntag in Oedheim verlaufen. Als er bereits ein Drittel der 321 Meter langen Asphalt-Piste in der Neuenstadter Straße zurückgelegt hatte, kam ein "Halt“ vom Moderator. 

Vorläufer Noah Sing, der mit ordentlich Tempo ins Ziel geschlittert und anschließend ausgerutscht war, wurde noch behandelt. Die steile Strecke wieder rauf, hieß es also für Bertsch: "Das hat sehr viel Kraft gekostet“, erzählt der deutsche Meister im Ski-Inline-Slalom.

Eine kurze Pause? Nicht mehr drin. Oben an der drei Meter hohen Startrampe angekommen, musste er seinen Finallauf Nummer zwei sofort nachlegen. "Mir fehlte daraufhin die Konzentration, das habe ich besonders beim letzten Streckenabschnitt gemerkt.“ Trotz alledem raste der 24-Jährige mit einer neuen Bestmarke von 29,18 Sekunden ins Ziel und landete auf Platz eins – vorerst.

Heimspiel

Denn ein Konkurrent konnte ihm diese Spitzenposition noch streitig machen: Adrian Griesser vom SV Rottweil, der bereits die ersten beiden Durchgänge am Morgen für sich entscheiden konnte. Spannung bei den Zuschauern an den Banden. Mit eleganter Technik stürzte Griesser die Strecke hinunter. Am Ende: 28,95 Sekunden, 23 Hundertstel schneller als Bertsch. 

"Natürlich“, antwortete Bertsch auf die Frage, ob er auch mit Platz zwei an diesem Tag zufrieden sei. "Immerhin habe ich es am Sonntag ins Finale geschafft.“ Noch am Vortag war der 24-Jährige nämlich beim 19. Internationalen Inline-Cup, beide Wettbewerbe werden von der Ski-Inline-Abteilung des TSV Degmarn organisiert, in Durchgang zwei ausgeschieden. "Die Wetterbedingungen waren nicht gerade optimal, mal wars trocken, dann hat es wieder geregnet“, erklärt Bertsch. "Der Boden war zum Schluss ziemlich feucht, bei einem kritischen Tor hat es mich dann einfach rausgehauen.“

Auch bei den Damen ging am Samstag die Frage rum: Regenrollen: Ja oder nein? "Es war verdammt schmierig auf dem Asphalt“, sagte Jörg Bertsch Schwester Ulrike. Deswegen habe sie keine großen Siegambitionen gehabt. "Hauptsache durchkommen“ lautete die Devise. Und das gelang der 19-Jährigen trotz oder auch gerade wegen Heimspiel-Nervosität mit Bravour. Sowohl Samstag, als auch Sonntag sicherte sie sich Platz drei in ihrer Alterklasse U21 weiblich. "Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Es ist schon etwas komisch, hier in Oedheim zu starten, weil man einfach alle kennt und sich nicht blamieren will.“

Neben den Bertschs lag besonderes Augenmerk aber auch bei den Teamkollegen Maximilian Vogt und Celine Greis. Beide beeindruckten die Zuschauer durch ihre rasante Geschwindigkeit und vollen Körpereinsatz. Im Finale des Michael Sandel Cups, bei dem die 15 besten Frauen und Männer von den insgesamt 187 Teilnehmern aus den Vorläufen an den Start gingen, rollte Greis in ihrer Altersgruppe U18 weiblich auf den zweiten Platz, ebenso wie Vogt bei den U16 männlich. "Ich hatte mir vorgenommen, meinen guten Kumpel Johannes Schubert vom SC Wurmlingen noch von Platz eins zu verdrängen“, erzählte Max Vogt nach dem Finale mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Knapp hatte es nicht geklappt. Auch hier entschieden wieder Hundertstel über Silber und Gold.

Leistungsdichte

"Das sportliche Niveau war in diesem Jahr wieder unglaublich hoch, die Skater werden immer schneller“, freute sich TSV-Vorstand Armin Keicher über die Qualitätssteigerung. Allerdings auch kein Wunder, bei dem Teilnehmerfeld. "Unser Inline-Cup ist mittlerweile europaweit bekannt“, meinte Keicher. Neben den nationalen Spitzenfahrern Manuel Zörlein und Ann Krystina Wanzke, die beim Internationalen Cup als Sieger hervorgingen, haben sich auch Konkurrenten aus Tschechien, Italien, Österreich und der Schweiz nach Oedheim auf die Jagd nach Bestzeiten gemacht. "Es wurde um jeden Zentimeter hart gekämpft“, berichtet Armin Keicher. "Ich bin sehr stolz, dass unser Team so viel zählbares mit nach Hause genommen hat.“ 

 

 

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