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Falken-Sieg im Kellerduell

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Einen Punkt verschenkt oder doch zwei gewonnen? Vorbehaltlos feiern konnten die Heilbronner Falken am Sonntag den 4:3-Sieg nach Verlängerung im Kellerduell gegen die Eispiraten Crimmitschau nicht. Denn im zweiten Drittel hätten die Falken die Partie vor 1266 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena eigentlich zu ihren Gunsten entscheiden müssen. Kurz vor dem regulären Spielende wäre aber auch ein Null-Punkte-Wochenende möglich gewesen, nachdem die Falken bereits am Freitag in Bad Nauheim mit 1:5 verloren hatten. "Drei Punkte wären schön gewesen, der Sieg war aber verdient", sagte Falken-Trainer Fabian Dahlem.

Das Spiel in Nauheim hatte gravierende Auswirkungen auf die Formation am Sonntag. Denn Goalie Stefan Ridderwall hatte sich eine Muskelverletzung zugezogen und so musste Youngster Leon Frensel das Falken-Tor hüten. Der 19-Jährige zeigte in seinem ersten DEL-2-Spiel von Beginn an eine starke Leistung. "Leon hat es sehr, sehr ordentlich gemacht", lobte Dahlem.

Versöhnlich

Die Falken waren im ersten Drittel die bessere Mannschaft. Allerdings sah es lange so aus, als würden sie trotzdem mit einem Rückstand in die erste Pause gehen. Denn in den ersten 17 Minuten erarbeiteten sich die Heilbronner zwar die Mehrzahl und die qualitativ besseren Chancen, vergaben sie aber reihenweise. Mit Ryan Nie stand allerdings auch ein Goalie zwischen den Pfosten, der am Freitag beim 3:0-Sieg Tabellenführer Bietigheim zum Verzweifeln brachte.

In Unterzahl mussten die Falken den 0:1-Rückstand hinnehmen. Martin Bartek hatte mit einem platzierten Schlagschuss getroffen (11. Minute). Dass das Drittel für die Hausherren doch noch versöhnlich endete, hatten die Falken nicht zuletzt dem gegnerischen Goalie zu verdanken. Sowohl beim 1:1 (17.) durch Kevin Lavallee als auch ganz besonders beim 2:1 (18.) durch Tyler Gron sah der Kanadier nicht gut aus. Die Falken nahmen die Patzer gerne an und gingen mit einer verdienten Führung in die Pause.

Die zweiten 20 Minuten dominierten die Falken praktisch von der ersten bis zur letzten Sekunde. Dabei erspielten sie sich so viele Chancen, um gleich drei Spiele haushoch gewinnen zu können. Allein die hundertprozentigen Gelegenheiten frei vorm Tor aufzuzählen, würde den Rahmen des Textes sprengen. Das Problem: Keiner der gefühlt 50 Schüsse fand den Weg über die Linie. Schlimmer noch – das Drittel ging sogar mit 0:1 verloren. Denn kaum hatte der Mittelabschnitt begonnen, unterlief Falken-Verteidiger Marco Schütz ein Fehler, Ivan Ciernik passte zum völlig freien Bartek, der zum zweiten Mal eiskalt verwandelte.

Nach dem 2:2-Ausgleich (32.) begann der erfolglose Sturmlauf der Falken, der die Fans zur Verzweiflung brachte. Crimmitschaus Goalie Nie machte seine Aussetzer aus dem ersten Drittel mehrfach wieder gut und erreichte die Gala-Form vom Freitag. "Wir wussten schon vorher, dass wir sehr hart arbeiten müssen, um den Puck an Nie vorbei hinter die Linie zu bekommen. Da müssen wir noch konsequenter werden", sagte Dahlem.

Im Schlussdrittel passierte lange wenig. Beide Teams wollten unbedingt Fehler vermeiden. Mit einer Strafzeit gegen Richard Gelke kam erst gut sechs Minuten vor dem Ende wieder Bewegung in die Partie. Mit einem Schuss von der blauen Linie brachte Mike Hoeffel Crimmitschau mit 3:2 in Führung (54.). In 5:3-Überzahl gelang Kyle Helms im Nachschuss das 3:3 (55.).

Fünf Sekunden vor dem Ende traf Christoph Kabitzky nur den Pfosten. Beinahe wären die Falken mit leeren Händen dagestanden. Aber Ville Järveläinen schoss dann in der Verlängerung den 4:3-Siegtreffer.

Torwartsuche läuft

Die Heilbronner Falken sind wegen des Ridderwall-Ausfalls auf der Suche nach einem erfahrenen Goalie. "Wir wollen den bestmöglichen Mann holen", sagte Trainer Fabian Dahlem. Es sei bereits zu mehreren Kandidaten Kontakt aufgenommen worden, Namen wollte Dahlem aber nicht nennen. "Während der Saison ist es natürlich nicht einfach, einen guten Torhüter zu bekommen. Das Ziel ist aber, möglichst bis zum nächsten Wochenende einen neuen Goalie zu haben."

 

 

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