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Eine Nummer zu groß

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Ein herzliches Wiedersehen gab es am vergangenen Samstag in der Stauwehrhalle Horkheim. Junglöwe Benedikt Meiser traf mit seiner SG Kronau/Östringen in der B-Jugend Baden-Württemberg-Oberliga auf den JH Flein-Horkheim. Ein besonderes Spiel für den gebürtigen Heilbronner. "Ich habe ja praktisch noch mit allen in der Fleiner Jugend zusammengespielt“, sagte Meiser, der schon Ende Oktober mit den Bundesliga-A-Junioren der Junglöwen zu Gast in Horkheim war. Da gewann der Bundesliga-Nachwuchs mit 38:25, das B-Junioren-Spiel endete fast ebenso deutlich mit 40:32.

Über die SG BBM Bietigheim führte der Weg des 16-jährigen Jugendnationalspielers zur SG Kronau-Östringen, wo er im Internat wohnt und ein Berufskolleg besucht. "Da ist Schule und Training optimal aufeinander abgestimmt. Es war für meine Entwicklung auf jeden Fall der richtige Schritt.“ 13 Stunden Training plus Spiele am Wochenende stehen in einer "normalen“ Woche auf dem Plan. Bereits seit Sonntag ist Meiser allerdings beim Nationalmannschafts-Lehrgang in Warendorf. Am Donnerstagabend geht es zurück nach Kronau, am Freitag bereits weiter zum nächsten Lehrgang auf württembergischer Ebene. "Das ist eine stressige Woche“, sagt Meiser. 

Beckenverletzung

Gegen seine alte Kameraden konnte er sich am Samstag nicht wie gewohnt in Szene setzen. Das lag nicht zuletzt daran, dass er nach einer Beckenverletzung noch Trainingsrückstand hatte. "Eigentlich hätte ich zwei Wochen pausieren sollen, aber gegen Flein wollte ich unbedingt spielen.“

Andererseits hatte sich der JHFH auch etwas einfallen lassen, um gegen die körperlich überlegenen Junglöwen zu bestehen. "Wir müssen mit spielerischen Mitteln dagegenhalten“, lautete die Vorgabe des Trainers Jochen Lombacher.

Der Schachzug sollte zunächst aufgehen.Während die Gäste vor allem mit Eins-gegen-Eins-Situationen und knallharten Würfen aus dem Rückraum zum Erfolg kamen, sprühten die JHFH-Schützlinge vor Spielwitz. Schnelle Spielzüge, clevere Sperren am Kreis und Kaltschnäuzigkeit im Angriff brachten dem JHFH nach vier Minuten eine 4:3-Führung ein, was Gästetrainer Daniel Mayer zur frühen Auszeit zwang. Bis zum 6:6 nach neun Minuten blieben die Gastgeber dran.

Blitzschnelle Konter

Kronau ersetzte die langen Meiser und Theo Surblys durch nur etwas kleinere Spieler und stabilisierte damit die eigene Deckung. Nun schlich sich der eine oder andere kleine Fehler im Angriff des JHFH ein, und die große Stärke des Tabellenführers wurde sichtbar. Blitzschnell ging es in die andere Richtung. Binnen zwei Minuten war die SG Kronau/Östringen auf 9:6 davongezogen, bis zur Pausensirene stand es bereits 21:16.

Mit derselben Intensität und Schnelligkeit ging es dann in die zweite Halbzeit. Schnell wurde klar, dass es für den JHFH nichts zu holen gab, doch die Spieler von Jochen Lombacher und Dieter Kachelmuß wussten weiterhin zu überzeugen. Immer wieder wurde Steven Lorenz auf der rechten Außenbahn freigespielt, der seine sieben Würfe alle im Tor unterbrachte.

Doch in der Abwehr hatten die Jungs aus Flein und Horkheim weiter ihre Probleme mit der individuellen Stärke der Junglöwen. Am Ende nahmen die Junglöwen beim 40:32 zwar beide Punkte aus der Stauwehrhalle mit, doch das Team des Jugend-Handball Flein-Horkheim konnte erhobenen Hauptes unter die Dusche gehen. 

"Man hat heute deutlich den Unterschied gesehen. Bei den Junglöwen mit dem Sportinternat im Hintergrund ist eine deutlich bessere Ausbildung möglich, als wir es hier leisten können. Dort wird die Schule um den Handball herum gelegt, hier müssen wir um Trainingszeiten kämpfen. Wir haben heute trotzdem sehr gut gespielt“, fiel das Fazit von Lombacher dennoch positiv aus. Obwohl ihm gegen die alten Kollegen "nur“ zwei Treffer gelangen, war auch Meiser zufrieden: "Es war richtig geil, mal wieder mit den Jungs Handball zu spielen – wenn auch gegen sie.“

 

 

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