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Sport-Union schreibt Vereins-Geschichte

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Lang ist es her, dass Mitglieder der Neckarsulmer Sport-Union beziehungsweise des Vorgänger-Vereins Spfr Neckarsulm bei deutschen Schwimmmeisterschaften für Medaillengewinne sorgten. Dies waren Andreas Behrend (DM-Titel 100 Meter Schmetterling 1979 und 1980) und Petra Fritsche (DM-Titel 50 Meter Schmetterling 1989, Zweite 1990 und 1991). Doch nach den nationalen Kurzbahnmeisterschaften 2017 von Donnerstag bis vergangenen Sonntag in Berlin muss das Geschichtsbuch der Neckarsulmer Schwimm-Abteilung neu geschrieben werden. 

Medaillenregen

Mit drei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen sowie weiteren Topplatzierungen und etlichen persönlichen Bestzeiten im Gepäck ist die NSU-Reisegruppe aus der deutschen Hauptstadt heimgekehrt. Nie waren Schwimmer und Schwimmerinnen aus Neckarsulm erfolgreicher.

"Ein außerordentliches Mannschaftsergebnis, welches seinesgleichen sucht. Die Aktiven überzeugten mit zahlreichen Finalteilnahmen und herausragenden Platzierungen“, ist Peter Fischer, Sportlicher Leiter der NSU-Schwimmer, mehr als zufrieden. "Am meisten überraschte mich die Steigerungsfähigkeit in den Finals. Großes Lob an alle Aktiven und den Trainerstab. Neckarsulm ist spätestens seit dem Wochenende, auch dank der Erfolge bei der parallel stattfindenden EM in Kopenhagen, in der absoluten Spitze des deutschen Schwimmsports angekommen.“

Zwei Titel für die Sport-Union gewann Andrey Arbuzov. Das 26-jährige Sprint-Ass aus Russland – er durfte als NSU-Mitglied bei der DM starten – siegte über 50 und 100 Meter Freistil. Groß war die Freude bei Henning Mühlleitner nach dem Gewinn der Meisterschaft über 400 Meter Freistil. Zweiter wurde Alexey Amosov (50 Meter Freistil). Auf dritte Plätze schwammen Henning Mühlleitner (1500 Meter Freistil), Daniel Pinneker (200 Meter Schmetterling), Felix Ziemann (400 Meter Lagen) und Andrey Arbuzov (50 Meter Brust). Jeweils Silber gab es für die Freistil- (Arbuzov, Amosov, Lukas Kraft, Mühleitner) und Lagen-Staffel (Kraft, Arbuzov, Pinneker, Amasov) über 4 x 50 Meter.

Persönliche Bestzeiten

Die Titel für Arbuzov waren zu erwarten gewesen, Platz eins für Mühlleitner kam etwas unerwartet. Mit einer Medaille hatte der 20-Jährige spekuliert, dass die jedoch golden glänzen würde, damit war nicht zu rechnen. "Geliebäugelt habe ich mit dem Titel insgeheim schon, überraschend ist aber vor allem die Zeit, die dabei heraus kam“, sagt Mühlleitner. "Wichtig war für mich, zu sehen, dass ich es kann, und die Art und Weise, wie ich es geschafft habe.“ Er siegte in 3:42,35 Minuten, verbesserte dabei seine persönliche Bestleistung um etwas mehr als drei Sekunden. Mit dieser Zeit war er um 96 Hundertstel schneller als sein Vereinskamerad Clemens Rapp bei der EM in Kopenhagen und hätte im europäischen Vergleich im A-Finale den achten Platz belegt. "Die Erwartungen wurden voll erfüllt, Henning hat sie sogar übertroffen. Bei seinem Sieg gingen Jubelschreie durch die Halle“, lobt NSU-Trainer Christian Hirschmann. "Henning, Daniel und Alexey haben den Anschluss an die internationale Spitze geschafft.“

Hirschmann hebt aber auch die Leistungen der Neckarsulmer Eigengewächse hervor. "Bente Fischer gehört jetzt über die Bruststrecken zu den nationalen Topschwimmerinnen. Benedikt Sell hat sich über 200 Rücken um 1,40 Sekunden verbessert, und Mahia-Cara Härdtner schwamm im 1500-Meter-Freistil-Rennen wie auch in der Lagen-Staffel über 50 Meter Brust neue Bestzeiten.“ 

Die 20-jährige Fischer verbesserte über 50, 100 und 200 Meter Brust jeweils zwei Mal ihre Bestzeit und wurde in den A-Finalläufen Siebte (50 Meter) und Fünfte (100 und 200 Meter). Bemerkenswert sind ihre Steigerungen auf der 100-Meter-Strecke um 1,55 Sekunden und über 200 Meter um 2,83 Sekunden.
Den Vorlauf über 400 Meter Lagen bestritt sie im Schongang, um Kräfte für die Brustdisziplinen zu sparen, schaffte in 4:54,89 Minuten als 15. aber ihre zweitschnellste jemals geschwommene Zeit, blieb aber um 8,89 Sekunden unter ihrer Bestleistung und verzichtete dann auf das B-Finale.

 

 

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