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Fünf gegen fünf mit Hummels, King und Co.

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Als Anfang Oktober die Zusage per Anruf kam, hatte Carmelo Pellegrino die Aktion eigentlich schon fast wieder vergessen. Seit wenigen Monaten Vater, kreisten die Gedanken des 30-Jährigen zuletzt um andere Dinge als Treffen mit sportlichen Superstars. Vor einer "gefühlten Ewigkeit“ war er per E-Mail einem Aufruf des FC Bayern und Paulaner gefolgt, "quasi aus einer Bierlaune heraus“, sagt der Hobby-Basketballer schmunzelnd. 

Dreikampf

Unter dem Motto "Fanträume – Fußball gegen Basketball“ war übermehrere Monate lang gefahndet worden. Gesucht: Freizeit-Sportler mit Lust, den jeweiligen Bundesliga-Profis des FCB beim Wettstreit zur Seite zu stehen. Lust hatten viele. Tausende Bewerbungen gingen für den Dreikampf aus Basketball, Fußball und Maßkrugstemmen ein. Eingeladen wurden 20. Darunter auch Carmelo Pellegrino.

Über die Wahl der Seite musst er nicht lange nachdenken. "Ich habe schon immer behauptet, dass ein Basketballer der bessere Athlet ist und dass sich ein Basketballer im Fußball besser anstellt als ein Fußballer im Basketball“, begründet er augenzwinkernd. Im Vordergrund standen neben dem Spaß dann aber doch die kickenden Stars Mats Hummels, Javi Martínez, Sebastian Rudy und Sven Ulreich.

Ein glühender Bayern-Fan ist Carmelo Pellegrino nicht: "Ich bin schon Sympathisant. Aber keiner, der Bettwäsche und eine Trikotsammlung zu Hause hat. Was mir am FC Bayern gefällt ist, dass sie auch in den Basketball investieren, was dem Sport in Deutschland sehr hilft, auch für uns in den unteren Ligen. Dabei geht es vor allem um die Begeisterung der Jugend.“ 

Anders als sonst mit seinem Heimatverein Heilbronn Reds in der Landesliga, traf Pellegrino Ende November im Münchener Audi Dome allerdings auf gestandene Bundesligisten. Zwar im Fußball, "aber gerade bei Mats und Martínez hat man gemerkt, dass sie auch mal einen Basketball in die Hand nehmen“. Hauptberuflich tun das für den FCB Alex King, Reggie Redding, Anton Gavel und Karim Jallow, an deren Seite Pellegrino im Spiel fünf gegen fünf bei fliegendem Wechsel antrat: "Das war schon Wahnsinn.“

Großer Respekt

Nach zweimal acht Minuten Basketball und einem standesgemäßen 29:10 für Pellegrino und Co. war der Automobilverkäufer dann auch wahnsinnig überrascht, dass er beim Fußball-Duell in der Startformation stand. Mit großem Respekt trat er gegen die großen Bayern-Stars an. "Zwar habe ich in der Jugend mal gekickt, aber wenn man dann weiß, dass da ein Hummels oder Martínez vor einem steht, hat man großen Respekt – das schüchtert schon ein. Aber das sind auch nur Menschen.“ Human war letztlich auch die 3:7-Niederlage nach zweimal zehn Minuten, mit der sich die Basketballer um Carmelo Pellegrino achtbar aus der Affäre zogen. 

Ganz ungeniert sei gerade Mats Hummels auf alle zugegangen: "Der ist total locker drauf, menschlich super. Man war gleich per Du. Er ist auch in den Pausen zu den Fans hin, hat Fotos gemacht und Autogramme gegeben – total entspannt.“ 

Naturgemäß cool seien die Basketballer: "Die haben auch eine ganz andere Art.“ Bei Interviews habe man den Fußballern schon angemerkt, wie geschult sie in möglichst diplomatischen Antworten seien: "Zwar schon immer selbstbewusst, aber auch mit großem Respekt vor dem Gegner. Und wenn man den Basketballer fragt, wen er für den besten Fußballer hält, dann sagt er mit gewissem Humor: Ich.“ Ob Typen oder nicht – die Bekanntschaften werden Carmelo Pellegrino für immer in Erinnerung bleiben. Wenn sein Kind alt genug ist, wird er sicherlich gerne davon erzählen. 

 

 

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