Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Am Feiertag ohne letzten Biss

Übersicht

Die Heilbronner Falken haben es verpasst, ihre kleine Serie mit drei Siegen in Folge auszubauen. Am Dienstag verlor die Mannschaft von Trainer Gerhard Unterluggauer das Weihnachtsspiel vor stattlicher Kulisse von 1843 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena gegen den ESV Kaufbeuren mit 1:2 (0:1, 1:0, 0:0) nach Verlängerung. "Das war ein typisches Spiel für den 26. Dezember, fast ein besseres Freundschaftsspiel. Uns hat die Aggressivität der vergangenen Spiele gefehlt“, monierte Unterluggauer hinterher. 

Ausgezeichnetes Auswärtsspiel

Sein Trainer-Pendant auf Kaufbeurer Seite, Andreas Brockmann, war natürlich zufrieden: "Das Spiel war sehr umkämpft, beide Teams hatten nur wenig Platz. Von unserer Seite war es ein ausgezeichnetes Auswärtsspiel.“ Durch die Niederlage haben die Falken ihren neunten Platz in der Tabelle wieder verloren, den sie erstmals seit fünf Jahren zu Weihnachten innehatten. Die Falken mussten verletzungsbedingt weiter ohne Corey Mapes (Gehirnerschütterung) und Kevin Lavallée (Augenverletzung) auskommen, begannen aber couragiert und mit hohem Tempo. Kaufbeuren hielt aber nicht weniger engagiert dagegen. So entwickelte sich im ersten Drittel ein munteres Hin und Her, bei dem die Falken die klareren Einschussgelegenheiten besaßen. Brad Ross verpasste in der zwölften Minute einen Pass des durchgebrochenen Patrick Kurz. Vier Minuten später scheiterte Jonas Schlenker mit einem Alleingang an Kaufbeurens Goalie Stefan Vajs

Wie so oft im modernen Eishockey lieferten die Special Teams die erste Veränderung auf der Anzeigetafel. Mark Heatley musste wegen Beinstellens in der neutralen Zone für zwei Minuten vom Eis. 30 Sekunden später zappelte die Scheibe im Netz. Gästespieler Max Schmidle hatte vor dem Tor den Schläger reingehalten. Immerhin: eine zweite Unterzahl kurz darauf überstanden die Falken unbeschadet. Beim Stand von 0:1 ging es in die erste Pause.

Keine zwei Minuten waren im Mitteldrittel absolviert, als sich Justin Maylan an der Bande gegen zwei Kaufbeurener durchsetzte, auf Brad Ross im Rückraum ablegte, der Vajs mit einem satten Schuss zum 1:1 überwand (22.).

In die Verlängerung

Danach war das Spiel ziemlich zerfahren. In zwei eigenen Überzahlsituationen gelang den Falken mal wieder ziemlich wenig. Eine Minute vor Drittelende mussten sich die Heilbronner bei Marcel Melichercik bedanken, dass sie nicht wieder in Rückstand gerieten. Kurz darauf hatte Richard Gelke eine freie Schusschance zum 2:1 – doch der Puck ging am Tor vorbei.

Auch im Schlussdrittel neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Die Abwehrreihen agierten diszipliniert, die Goalies waren bombensicher. Nur selten fanden die Mannschaften den Weg in die gefährliche Zone vor dem Tor. Kaufbeuren hatten in den letzten 20 Minuten ein leichtes Übergewicht. Die beste Chance für die Falken vergab Kapitän Jordan Heywood (51.). Den einen Punkt hatten sich beide Teams nach 60 Minuten redlich verdient. 

Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Die Falken hatten die Gelegenheit, wollten die Scheibe aber über die Linie tragen. "Ich sage es immer wieder, wir müssen die Scheibe vors Tor bringen und konsequent den Torabschluss suchen“, sagte Unterluggauer. Im schnellen Gegenzug war es dann Ex-Falke Joseph "Seppi“ Lewis, der es besser machte und den entscheidenden Treffer markierte.

 

 

Galerien

Regionale Events