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Gelungener Wiedereinstieg

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Viel Zeit zum Feiern und Genießen blieb nicht. Die Spielerinnen der Neckarsulmer Sport-Union wollten sich diese am Samstagabend auch gar nicht nehmen. Dabei hätten sie nach dem 29:22 (17:13)-Sieg gegen das Bundesliga-Schlusslicht HC Rödertal allen Grund dazu gehabt. Doch ein Tag vor Weihnachten gab es andere Prioritäten. So schnell wie möglich hatte sich die Dänin Mette Gravholt nach dem Spiel auf in die Heimat gemacht. Auch die anderen folgten bald. Schließlich hatten die Neckarsulmerinnen wenigstens zwei Tage frei, bevor Trainer Emir Hadzimuhamedovic gestern Abend wieder zum Training bat. 

Schade, aber nicht allzu schlimm

Eine komfortable Situation im Vergleich zu den anderen Mannschaften, die teilweise heute Abend schon wieder ran müssen. Die Sport-Union darf noch bis Samstag pausieren. Nach zuletzt vier Wochen WM-Unterbrechung gilt es, wieder in den Spielrhythmus zu kommen. Da kam die Heimpartie gegen Rödertal in der ausverkauften Ballei vor 1300 Zuschauern gerade recht. "Man geht nach so einer Pause mit gemischten Gefühlen ins Spiel“, meinte Trainer Emir Hadzimuhamedovic. "Man weiß ja auch nicht, was der Gegner getan hat.“ 

Das Schlusslicht war der richtige Wiedereinstiegs-Gegner: nicht allzu stark, keiner, der Fehler gnadenlos bestraft, dafür aber selbst kleine vorzeitige Weihnachtsgeschenke verteilt. "Uns hat auch das Turnier, das wir vor einer Woche gespielt haben, gut getan“, meinte Torhüterin Ann-Cathrin Giegerich. "Das hat schon geholfen, um wieder reinzukommen.“ Es war aber auch das richtige Spiel, um Selbstvertrauen zu tanken und sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen.

"Weihnachten ist jetzt schon anders“, meinte Sport-Unions-Vorsitzender Rolf Härdtner. "Wenn man gewinnt, kann man zufrieden sein. Auch wenn wir am Schluss vielleicht auch etwas unkonzentriert waren.“ Dies war auch für Hadzimuhamedovic der Ansatz für Kritik. "In den letzten Minuten hätten wir von neun Toren Vorsprung auf zehn oder elf gehen können, sind aber auf sieben zurückgefallen. Das war etwas schade.“ Schade, aber nicht allzu schlimm.

Glücksgriff

Zumal Giegerich ihren Aufwärtstrend der letzten Spiele bestätigte und zusammen mit Gravholt aus einer insgesamt geschlossen guten Mannschaft etwas herausragte. Durch ihre Paraden garantierte sie einen insgesamt ungefährdeten Sieg. "Die letzten Spiele haben schon gut getan. Da geht man dann mit einem guten Gefühl ins Spiel. Es waren auch am Anfang einige dankbare Bälle dabei. Da wird man dann noch ruhiger“, sagte Giegerich. So gab es auch ein Lob vom Trainer: "Anka ist seit Wochen stark. Sie hat es hervorragend gemacht.“ Auf der anderen Seite kristallisiert sich die Nachverpflichtung von Kreisläuferin Mette Gravholt nach der Verletzung von Sina Namat immer mehr als Glücksgriff heraus. Auch gegen Rödertal war die Erfahrung der Dänin deutlich zu sehen. "Gerade wenn man sieht, dass Sina immer noch nicht so weit ist, war es goldrichtig“, sagte Hadzimuhamedovic zur Verpflichtung.

Gravholt ist zwar erst seit einigen Wochen in Neckarsulm, aber bereits eine Führungsspielerin – nicht nur wegen ihrer Tore. Sie sucht auch ständig das Gespräch mit dem Coach und ihren Mitspielerinnen. "Sie ist die einzige in unserem Team, die über große internationale Erfahrung verfügt. Sie hat ja bereits Champions League gespielt“, sagte Emir Hadzimuhamedovic. "Sie ist ein Aktivposten. Das wollten wir aber auch. Eine Spielerin, die uns weiterhilft und uns nicht nur in der Breite verstärkt. Sie wurde von der Mannschaft sehr gut aufgenommen.“

 

 

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