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Heywood drischt Falken zum 3:2-Sieg

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Die Heilbronner Falken haben die unglückliche Heimniederlage gegen Kaufbeuren weggesteckt und gestern Abend in Dresden weitere drei Punkte nachgelegt. Nach hartem Kampf gewann das Team von Trainer Gerhard Unterluggauer mit 3:2 (0:1, 2:0, 1:1). Der fulminante Siegtreffer gelang Jordan Heywood knapp drei Minuten vor Spielende. 

Dünnes Nervenkostüm

Den Dresdnern war von Beginn an anzumerken, dass sie vor heimischer Kulisse Wiedergutmachung für zuletzt fünf Niederlagen in Folge betreiben wollten. Früh attackierten die Eislöwen die Gäste, um keinen strukturierten Spielaufbau zuzulassen. Die Falken taten sich tatsächlich schwer, die Scheibe geordnet ins gegnerische Drittel zu bekommen. Mehrfach war Marcel Melichercik im Tor der Heilbronner gefordert. In der elften Minute war der Slowake im dritten Anlauf dann aber machtlos. Zwei Schüsse hatte der 30-Jährige pariert, ehe Thomas Pielmeier ihm den Puck durch die Schoner zum 1:0 für Dresden schob.

Die beste Chance der Falken hatte Tim Bernhardt nach einer Viertelstunde. Doch sein Schuss war zu unplatziert, so dass Marco Eisenhut im Tor der Eislöwen wenig Mühe hatte. Das Mitteldrittel verlief zunächst ähnlich mit Vorteilen für die Gastgeber. Die Falken kassierten zu viele Strafzeiten, allerdings ist das Dresdner Überzahlspiel ähnlich bescheiden wie das der Heilbronner, so dass keine weiteren Gegentore fielen. Im Gegenteil: In einer Kontersituation hatte Justin Kirsch die Zeit, Eisenhut auszugucken, und mit einem platzierten Schuss zum 1:1 zu überwinden (29.).

Der Treffer saß. Die Eislöwen verloren zusehends ihren Faden. Die Negativserie war offenbar wieder in den Köpfen der Spieler angekommen. Das Nervenkostüm bei den Sachsen war augenscheinlich dünn. Tadas Kumeliauskas lieferte sich eine handfeste Keilerei mit Falken-Kapitän Heywood. Beide durften in der Kühlbox wieder runterkommen. Noch in Überzahl nutzten die Falken eine erneute Kontersituation zum 2:1. Brandon Alderson setzte Mark Heatley in Position, der mit einem abgezockten Schuss an die Unterkante der Latte den starken Eisenhut ein zweites Mal überwand (39.). 

Unnötige Zeitstrafe

Unnötig war allerdings die Zeitstrafe von Henry Martens kurz vor Drittelende wegen Spielverzögerung. Dadurch mussten die Falken mit einem Mann weniger auf dem Eis in die letzten 20 Minuten starten. Das rächte sich dieses Mal. Nick Huard überraschte Melichercik mit einem direkt abgezogenen Schuss ins kurze Eck zum 2:2 (42.).

Doch die Falken blieben cool, ließen sich nicht beirren. Defensiv ließ das Team weiter nicht viel zu und am Ende war es der Kapitän, der für die Entscheidung sorgte. Zehn plus zwei Minuten hatte sich der Verteidiger auf der Strafbank ausruhen dürfen. Die gesparte Energie legte Heywood geballt in einen Schuss von der blauen Linie, der zum 3:2 ins Netz rauschte (58.). Damit haben die Falken zehn von zwölf möglichen Punkten aus den vergangenen vier Spielen geholt. Am Samstag (20 Uhr) sind die Kassel Huskies zu Gast in Heilbronn. 

 

 

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