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BVB kommt zum Jahresabschluss

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Die Vereinsfarben sind wohl die einzige Gemeinsamkeit zwischen dem jüngsten und dem nächsten Gegner der Neckarsulmer Bundesligafrauen. Sowohl der HC Rödertal als auch Borussia Dortmund spielen in schwarz-gelben Trikots. Die Handballerinnen in den BVB-Jerseys sind von ganz anderem Kaliber als der Aufsteiger. An diesem Samstag (18 Uhr) wird die Neckarsulmer Sport-Union in der Ballei trotzdem versuchen, den zweiten Heimsieg in Folge einzufahren. "Dafür müsste bei uns alles funktionieren“, weiß Sport-Unions-Trainer Emir Hadzimuhamedovic aber um die Schwere der Aufgabe. 

Gegner gehört zu den Besten

Der BVB hat sich bereits am Donnerstagabend warmgeschossen. Gegen den VfL Oldenburg gelang ein überraschend deutlicher 34:19-Sieg – ein Befreiungsschlag. Denn bis dahin hatten die Dortmunderinnen die hohen Erwartungen nicht erfüllt. "Personell betrachtet zählt Dortmund für mich zu den fünf besten Mannschaften in Deutschland“, sagt Hadzimuhamedovic.

Top besetzt Tatsächlich ist das Team gespickt mit Nationalspielerinnen. Allen voran Torhüterin Clara Woltering, die zwar nach dem WM-Aus ihren Rücktritt aus der DHB-Auswahl erklärt hat, die Neckarsulmer Schützinnen in der Vergangenheit aber ein ums andere Mal zum Verzweifeln brachte. Ob die Spanierin Irene Espinola Perez im rechten Rückraum, oder Top-Torschützin Alina Grijseels, ob Nadja Mansson im linken Rückraum oder die erfahrene Svenja Huber auf Rechtsaußen – der BVB verfügt über einen auf allen Positionen top besetzten Kader. Und der scheint nun endlich auch zusammengefunden zu haben. Die Aussage von Trainerin Ildiko Barna nach dem Oldenburg-Spiel ist durchaus als Kampfansage in Richtung Neckarsulm zu verstehen: "Den Elan und die spielerische Qualität wollen wir in die kommenden Spiele mitnehmen.“ 

Elan und spielerische Qualität zeigten auch die Neckarsulmerinnen beim 29:22-Sieg gegen Rödertal. Davon lässt sich Hadzimuhamedovic aber nicht blenden. "Wir müssen gegen Dortmund robuster und frecher in der Abwehr spielen. Sonst wird sich deren individuelle Qualität durchsetzen.“ Besonders Mansson soll früh attackiert werden, denn die Nationalspielerin kann auch „aus elf Metern fackeln“, warnt Hadzimuhamedovic. Durch eine aggressive Defensive erhofft sich der Trainer den einen oder anderen Ballgewinn, der in einfache Tore umgemünzt werden sollte. "Im Vergleich zur Vorsaison sind wir in der Entwicklung einen Schritt weiter und der sollte gegen Dortmund erkennbar sein“, gibt Hadzimuhamedovic als Prämisse aus.

Keine Hilfe

Weiterhin nicht mithelfen am Unterfangen Heimsieg können Torhüterin Melanie Herrmann und Kreisläuferin Sina Namat. Die von den hartnäckigen Folgen einer Gehirnerschütterung geplagte Herrmann hat mit leichtem individuellen Training begonnen. Namat hat nach der Rückkehr in den Kader gegen Rödertal wieder Knieprobleme bekommen und ein ärztliches Sportverbot erhalten. Maike Daniels wird sich trotz ihrer Ellenbogenprobleme wohl durchbeißen.

Keine große Rolle in der Vorbereitung auf die Partie spielte die Ex-Neckarsulmerin auf Dortmunder Seite. Gerade einmal auf fünf Saisontore bringt es Emilia Galinska aktuell. Wie schon in Neckarsulm und während der WM bei der polnischen Nationalmannschaft kommt die 25-Jährige über eine Reservistenrolle nicht hinaus. Rein sportlich betrachtet hat sich der Wechsel für sie bisher nicht gelohnt. "Sie hat nur ein Jahr bei uns gespielt und es hat im Endeffekt nicht gepasst. Daher haben wir uns zu ihr keine Gedanken gemacht“, sagt Hadzimuhamedovic. 

Auf einen Faktor setzt der Trainer aber noch: das eigene Publikum. "Wir sind stolz auf unsere Fans und haben mittlerweile die zweitmeisten Zuschauer in der Liga. Das zeigt wie hoch der Identifikationsfaktor mit der Mannschaft in der Region ist.“

 

 

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