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Nachwuchstalent boxt sich durch

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Krönung in Silber: Mit dem Titel der Vizeweltmeisterin ist die 13-jährige Marlen Fernandez von den Weltmeisterschaften im Kickboxen in Frankfurt am Main zurückgekehrt. Für den Budoclub Black Belt in Neckarbischofsheim geht die Hüffenhardterin an den Start. Disziplin, Selbstvertrauen, Motivation – das macht für das Nachwuchtalent die Faszination Kickboxen aus. 

Kontakt zum Kampfsport

Seit mehr als drei Jahren betreibt Marlen Fernandez den Kampfsport und war vom ersten Tag an begeistert. Der Nachbar habe einen Boxsack in der Garage, da habe sie die ersten Schläge gesetzt. "Da kann man einfach alles rauslassen, egal, ob man Probleme in der Schule oder zu Hause hat“, erzählt sie. Ihr Vater Andreas und Holger Nopirakowsky, Kickboxweltmeister 2007, arbeiteten seinerzeit im gleichen Betrieb.

Der Ex-Champion beförderte die Begeisterung des Nachwuchstalents. Internetvideos taten ihr Übriges. Fasziniert verfolgte die junge Hüffenhardterin online die Kämpfe der deutschen Kickboxweltmeisterin Dr. Christine Theiss. "Sie war so begeistert, dass sie das unbedingt auch können wollte“, berichtet Marlens Mutter Nicole. Mehrmals die Woche bringt sie ihre Tochter in das Dojo, wie der Übungsraum in der Fachsprache der Sportler heißt. Dort herrschen strenge Regeln.

"In unserem Sport ist Disziplin das A und O“, verdeutlicht Holger Nopirakowsky. "Die Kinder lernen hier fürs Leben“, ist der erfahrene Kampfsportler überzeugt. "Es waren schon Kinder hier, die über ein sehr großes Selbstvertrauen verfügt haben und zum einen ihre Grenzen kennenlernen mussten und zum anderen, sich unterzuordnen. Es gibt selbstverständlich auch Kinder, die einfach sehr schüchtern und zurückhaltend sind und hier Selbstvertrauen und Selbstbehauptung lernen.“

Auch die eher zurückhaltende Marlen hat beim Sport Selbstvertrauen getankt: "Meine Freundinnen finden cool, was ich mache.“ Manche trauten ihr den schwarzen Gürtel aber doch nicht ganz zu. "Das ist für mich Ansporn, es denen zu zeigen.“

Bis zum roten Gürtel hat es der Teenager inzwischen gebracht, "Vielleicht mache ich im Sommer die Prüfung zum schwarzen Gürtel, aber Stress mache ich mir deswegen nicht.“ Mit Stolz blickt sie auf die Weltmeisterschaften zurück. "Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass ich soweit komme, denn bei Wettkämpfen bin ich immer so aufgeregt.“ Als sie auf der Matte stand, "war meine Aufregung verflogen, und ich bin ruhiger geworden.“

Ehrung

Trotzdem verlor Marlen den ersten Kampf. Den entscheidenden zweiten gewann sie und nahm am Ende die Silbermedaille in Empfang. "Das war ein cooles Gefühl. Da war ich richtig stolz auf mich selbst“, gibt sie zu.

Auch ihre Heimatgemeinde Hüffenhardt honorierte den Erfolg der jungen Sportlerin, die neben dem Kampfsport noch Gardetanz beim Carnevalsvereins betreibt. Bei der kürzlichen Sportlerehrung wurde auch Marlen bedacht. "Das war ein tolles Gefühl.“ 

 

 

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