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Fußball-Turnier für Menschen mit Behinderung

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Wir sind weiß, wir sind blau, wir sind die Jungs vom FSV“, riefen die jungen Männer zum Abschluss der Spielerbesprechung vor der Kabine in der Glück-Auf-Sporthalle. Am 5. Turnier der Behindertensportabteilung nahmen die Friedrichshaller gleich mit zwei Mannschaften teil.

Und Torwart Selvan Gatzsche spielte in beiden Teams und ermahnte seine Jungs, nicht nachzulassen, wenn das erste Spiel verloren geht. "Dann gewinnen wir eben das nächste“, war seine Parole.

Mit Eifer zum Erfolg

Mit Feuereifer dabei waren auch die beiden Trainer Omar Wally und Annette Krohn, die sich schon seit Jahren im wöchentlichen Training um die Spieler kümmern. Für die ist die Sportstunde ein wichtiger Termin, und alle sind mit Feuereifer und viel Einsatz dabei. Der Sportverein bietet andere Sportarten für Menschen mit Handicap an, aber Fußball ist eindeutig die Nummer eins. Der größte Erfolg der Mannschaft war 2013 ein dritter Platz bei den Special Olympics 2013 in Bremen. 

Zum ersten Mal traten die Fußballer nun mit zwei Mannschaften an. Durch den Start in zwei verschiedenen Kategorien, die die Spielstärke betrifft, war es möglich, dass Torwart Gatzsche in beiden Mannschaften antrat, in der C-Gruppe allerdings als Stürmer. Und die Marschroute entwickelte sich anders als vermutet. Die erste Mannschaft konnte in fünf Spielen zwei Siege erzielen und landete auf dem vierten Platz, das zweite Team startete mit einem Sieg durch ein umjubeltes Tor von Dennis Schlotter nach einem Pass von Sven Zielke, konnte im Turnierverlauf aber nur noch ein Unentschieden erzielen und erreichte Platz sechs.

Viel Spaß miteinander

In der Turnierleitung hatte Jens Fischer nach den umfangreichen Vorbereitungen einen reibungslosen Tag. Auch die Verspätung der Mannschaft aus Tuttlingen, die in einen Baustellenstau gekommen war, konnte ihn nicht aus der Bahn werfen. Ihm zur Seite standen mit Artur Gehring und Egon Jeschke zwei erfahrene Schiedsrichter, die für die oft ungewollten Fouls viel Verständnis aufbrachten.

Es waren weibliche und männliche Spieler dabei, die Altersspanne reichte von 12 bis 52. Alle Spiele liefen in einem sehr freundschaftlichen Rahmen. Das lässt auch die "Ruhrpott-Söldner“, die Mannschaft mit der weitesten Anreise, gerne nach Bad Friedrichshall kommen. Trainer Markus Voßwinkel hatte morgens und 4.30 Uhr begonnen, seine Spieler von der Behinderten-Sport-Gemeinschaft einzusammeln und war eine Stunde später losgefahren. Er hat während des Zivildienstes Kontakt mit Behinderten aufgenommen und genießt die Arbeit mit den Sportlern.

Viel Spaß hatte auch das Versorgungsteam am Eingang. Edith Zielke und ihre Mitstreiter hatten 13 Kuchen gebacken, Würstchen und Brezeln standen bereit, und sie hatten auch Zeit, um die Fußballer zwischendurch zu trösten. Dass sie dafür am Morgen einen Blumenstrauß von einer Gastmannschaft bekamen, freute die Elterngruppe ganz besonders.

 

 

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