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Wieder fehlt Kochertürn nur ein bisschen Glück

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Fassungslos mit leerem Blick standen die Spielerinnen der HSG Kochertürn/Stein nach der knappen 26:27 (14:14)-Derbyniederlage gegen die SG Schozach-Bottwartal am vergangenen Samstagabend in der Neuenstadter Helmbundhalle da. Erneut gab es nichts als warme Worte, die vierte Niederlage mit einem Tor und wieder war mehr drin. "Wenn wir heute hier einen oder gar zwei Punkte verlieren, dürfen wir uns nicht beschweren. Der Sieg heute war mehr als glücklich“, analysierte SGSB-Trainer Michael Stettner die Partie, nicht aber ohne lobende Worte für die Gastgeberinnen hinterher zu schieben: "Die HSG hat heute überragend gespielt und uns vor zahlreiche Probleme gestellt. Ich verstehe nicht, wieso die da unten drin stehen in der Tabelle.“ In der Tat stand die klar bessere Mannschaft am Ende mit leeren Händen da. 

Die HSG Kochertürn/Stein startete sehr konzentriert und aggressiv in die Partie. Ein ums andere Mal zwang die sehr offensiv gewählte Deckung die Gäste ins passive Spiel. Auf der Gegenseite ließen die Mädels von Trainer Stefan Martin dann allerdings zu viele Möglichkeiten liegen. "Wenn wir in der Anfangsphase nicht gleich zwei Siebenmeter vergeben, wären wir nach 20 Minuten noch weiter davon gezogen“, spielte Martin auf die 11:6-Führung in der 21. Spielminute an.

Der Spielablauf

Seine taktische Vorgabe in der Abwehr ging voll auf. Alexandra Brendle schränkte den Aktionsradius von Spielmacherin Theresa Müller perfekt ein, die Abwehr der Gastgeberinnen schien unüberwindbar. "Erst als Müller auf die Halbposition ausgewichen ist, wackelte unsere Abwehr, aber auf halblinks hatten wir sie auch noch sehr gut im Griff, was die Mädels da geackert haben, war phänomenal“, zollte Martin seinen Mädels größten Respekt. Doch im Angriff suchten die Gastgeberinnen immer wieder zu überhastet den Abschluss. Im Stile einer Spitzenmannschaft verkürzte die SGSB Tor um Tor, so dass mit einem gerechten 14:14 die Seiten gewechselt wurden.

Nun übernahmen die Gäste die Partie und legten ihrerseits vor. Erst der längst fällige Torhüterwechsel bei der HSG brachte wieder mehr Sicherheit. Romina Frech biss trotz einer schmerzhaften Handverletzung auf die Zähne und ersetzte die glücklose Sophie Straub. Und gleich ging ein Ruck durch die Mannschaft. Frech parierte einen Strafwurf von Anna Asmuth und Chantal Beutter glich nach 42 Minuten zum 21:21 aus.

Bei der HSG übernahmen nun die routinierteren Evelyn Hoffmann und Elena Seiz die Verantwortung. Doch genau damit rechneten die Gäste und stellten ihre Abwehr sehr gut um. Nach Hoffmanns Treffer zum 25:25 (58.) war noch alles drin, doch nach zwei weiteren Fehlwürfen der HSG und zwei ganz wichtigen Toren von Janina Spieth auf der Gegenseite war die Partie entschieden. Der letzte Strafwurf von Seiz war nur noch Ergebniskorrektur.

Anderes Selbstverständnis

Einmal mehr war die HSG nur ein Quäntchen vom Erfolg entfernt. Entsprechend enttäuscht gingen die Gastgeberinnen mit hängenden Köpfen vom Spielfeld. "In so einer Schlussphase steht eine Mannschaft, die in der vergangenen Woche den Tabellenführer geschlagen hat, mit einem anderen Selbstverständnis auf der Platte, als eine Mannschaft die unten drin steht. Und so fehlte uns eben das entscheidende Quäntchen Glück, um etwas Zählbares mitzunehmen“, fiel das Fazit von Martin aus. 

 

 

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