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Mühlleitner hat EM-Ticket in der Tasche

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Anfang August ist die schottische Arbeiterstadt Glasgow Gastgeber der Schwimm-Europameisterschaften. Und die Neckarsulmer Sport-Union ist dabei. Seit dem Wochenende hat mit Henning Mühllleitner ein Mitglied der NSU-Leistungsgruppe sein EM-Ticket sicher. Der 20-Jährige unterbot am Wochenende bei den Stockholm Swim Open die Norm des deutschen Schwimm-Verbandes über die Strecken 400 und 800 Meter Freistil

Beste Aussichten 

Beste Aussichten auf einen EM-Staffelstart haben Fabian Schwingenschlögl, Clemens Rapp und Annika Bruhn. An diesem Wochenende finden weitere Qualifikations-Wettkämpfe mit NSU-Beteiligung in Eindhoven (Niederlande) und Bergen (Norwegen) statt.

Auf der 400-Meter-Freistilstrecke waren vom DSV als EM-Norm 3:48,15 Minuten gefordert. Mühlleitner bewältigte die Strecke in 3:46,98, gewann damit das Finale in persönlicher Bestzeit. Über die doppelte Distanz wurde er Dritter, qualifizierte sich auch hier für Glasgow. Zu Platz zwei und aktuell Rang eins der deutschen Rangliste, aber nicht zur EM-Norm, reichte es über 200 Meter Freistil (1:48,15 Minuten). Mühlleitner ist damit derzeit auch für die 200-Meter-Freistilstaffel gesetzt. Bis zum Ende der Qualifikationsphase hat die nationale Konkurrenz noch zwei Wochen Zeit, den Neckarsulmer zu überflügeln.

Einzelstarts 

"Ich war in der Vorbereitung gut drauf, da erhofft man sich natürlich solche Ergebnisse. Wenn es so gut klappt, ist die Freude um so größer“, sagt Mühlleitner. "Meine Einzelstarts bei der EM sollten safe sein. Was die Staffel-Nominierung betrifft, bleibt es spannend.“ In Eindhoven liegt der Fokus daher auf den 200 Metern, "um den Staffelplatz abzusichern.“ 

Clemens Rapp nutzte Stockholm als Formtest und schwamm sich über 200 Meter Freistil (1:49,69 Minuten) auf Platz vier der DSV-Bestenliste, wäre damit ebenfalls für die Staffel nominiert. NSU-Trainer Christian Hirschmann drückt Rapp für seinen Wettkampf in Bergen die Daumen und spekuliert: "Zwei Athleten der Neckarsulmer Sport-Union bei der EM in der 200-Meter-Kraulstaffel, das wäre gigantisch.“

Staffelplatz

Fabian Schwingenschlögl schwamm die 100 Meter Brust (59,83 Sekunden) im Vorlauf erstmals unter einer Minute. Über die 50 Meter Brust steigerte er seine Saisonbestleistung auf 27,58 Sekunden. "Mit dem Vorlauf über die 100 bin ich zufrieden, im Finale war dann aber der Wurm drin“, meint Schwingenschlögl selbstkritisch und will es in den Niederlanden besser machen. "Die Norm für die Einzelstrecke ist aber zu weit weg. Mein Ziel ist es daher, mich für die Staffel zu qualifizieren.“ Wer im Lagen-Quartett schwimmt, der darf mit hoher Wahrscheinlichkeit, wenn er schon dabei ist, auch im Einzel-Wettkampf starten, auch wenn die Norm dafür nicht geschafft wurde.

Daniel Pinneker überzeugte mit persönlicher Bestmarke über 200 Meter Schmetterling. Seine 1:59,23 Minuten brachten ihn auf Rang zwei der DSV-Bestenliste. Leider aber fernab der strengen EM-Qualifikationszeit.

Hoffnung

Bei den Frauen überzeugte Annika Bruhn. Sie führt aktuell die deutsche Bestenliste über 100 und 200 Meter Kraul an. Ihr winken drei EM-Staffel-Einsätze (100/200 Meter Freistil, 100 Meter Lagen). "Für die Staffeln sieht es gut aus“, sagt Bruhn, die wie Schwingenschlögl trotz verpasster Einzelnorm hofft, über das Team für den ein oder anderen Einzelstart nominiert zu werden. "Mit meiner 100-Meter-Leistung bin ich zufrieden, über die 200 wäre ich gerne schneller geschwommen.“ Auch für die zweimalige Olympia-Starterin, die seit Ende März für die NSU startberechtigt ist, heißt es nach ihrem Einsatz in Eindhoven zwei Wochen geduldig warten, was bis dahin die Konkurrenz leistet. 

Mit Marlene Hüther, Celine Rieder und Bente Fischer waren weitere Frauen der Neckarsulmer Leistungsgruppe in Stockholm am Start. Rieder wurde Fünfte (1500 Meter Freistil) und Sechste (400 Meter Freistil). Für Hüther reichte es zu Platz sechs (200 Meter Lagen) und Rang zwei im B-Finale über 200 Meter Freistil. Bente Fischer schwamm in persönlicher Bestzeit (32,67 Sekunden) über 50 Meter Brust ins C-Finale und scheiterte über die 200 Meter in dieser Disziplin als Zehnte knapp am A-Finale.

 

 

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