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Neckarsulms Neuer will den Umbruch gestalten

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Pascal Morgant wirkte am Dienstag erleichtert. Wochenlang musste der Freund klarer Worte einen Eiertanz vollführen, wenn es um die Frage seiner sportlichen Zukunft ging. Gestern durfte es der 42-Jährige endlich aussprechen: "Ich habe in Neckarsulm einen Zwei-Jahres-Vertrag als Cheftrainer unterschrieben und freue mich darauf, den anstehenden Umbruch zu gestalten.“ 

Wechsel 

Nach fünf erfolgreichen Jahren bei den Schwaben Hornets in Nellingen wechselt der Göppinger offiziell zum 1. Juli ins Unterland. "Das war kein einfacher Schritt, Nellingen zu verlassen, aber Neckarsulm besitzt die größeren Perspektiven in der 1. Bundesliga“, nennt Morgant sein Hauptargument für den Wechsel.
"Pascal war unser Wunschkandidat. Er ist menschlich klasse, teamfähig und bodenständig. Damit passt er zu unserem Verein“, sagt Rolf Härdtner, Vorsitzender der Sport-Union.

Enge Abstimmung

In Sachen Kaderplanung ist der Neue bereits voll involviert. In enger Abstimmung mit dem amtierenden Sportlichen Leiter der Sport-Union, Emir Hadzimuhamedovic. "Wir gehen ähnlich an diese Aufgabe heran und treffen die Entscheidungen dann gemeinsam“, sagt Morgant. "Beide haben hohe Achtung voreinander – das war ein weiteres Einstellungskriterium“, sagt Härdtner. Könnte diese Zusammenarbeit also über das Saisonende hinausgehen? "Das entscheidet letztlich der neue Trainer. Die Gespräche darüber sind noch im Gange“, sagt Härdtner. Dass die Trennung von Hadzimuhamedovic bereits ausgemachte Sache sei, davon wisse er nichts. 

Was die Zielsetzung nach einer teils chaotischen Saison in Neckarsulm angeht, bleibt Morgant vorsichtig. "Vor großen Zielen steht immer große Arbeit.“ Härdtners Blick geht weg von der Abstiegszone: "Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Pascal den richtigen Mann gefunden haben, um vorwärts zu kommen und künftig die Mittelfeldplätze anzugreifen.“ Weiter will der neue Coach auch auf keinen Fall schauen. "Wir sind ja in Nellingen parallel mit Neckarsulm aufgestiegen und mussten erst einmal Lehrgeld zahlen. Die erste Bundesliga ist eine andere Hausnummer. Da geht es nicht automatisch immer weiter nach oben.“

Kein Umzug

Sportlich hatte sein aktuelles Team vergangene Saison im Abstiegs-Endspiel gegen sein neues Team den Kürzeren gezogen. Nellingen blieb trotzdem in der ersten Liga, weil es nur einen Aufsteiger gab. In dieser Spielzeit steht Nellingen als Elfter aktuell vor den Neckarsulmerinnen auf Rang 13. "Den Platz wollen wir auch bis zum Saisonende verteidigen. Das wäre ein großer Erfolg“, sagt Morgant. 

Wenn sein neuer Job am 1. Juli beginnt, wird er trotz der geplanten Ausweitung des Vormittagstrainings nicht nach Neckarsulm umziehen. "Ich brauche sicher eine Übernachtungsmöglichkeit, zumal ich ja auch meine Familie mal bei den Spielen dabei haben möchte“, sagt Morgant. Er wird aber weiter mit seiner Frau und den beiden acht- und zehnjährigen Kindern in Göppingen wohnen bleiben.

 

 

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