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Damm hat zwei Wünsche

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Die Oberliga-Saison biegt auf die Zielgerade ein. Der 28. Spieltag beschert der Neckarsulmer Sport-Union dabei erneut ein Freitagabend-Spiel (19.30 Uhr), die Unterländer treten heute bei der aufstrebenden Reserve von Regionalligist Astoria Walldorf an. "Das war fast wie in alten Zeiten“, sagt NSU-Trainer Thorsten Damm und ist noch immer vom Auftritt seiner Mannschaft beim 0:0 gegen Aufstiegsanwärter Bissingen vor einer Woche beeindruckt. Der scheidende Chefcoach gibt jedoch zu, dass er aufgrund des erheblichen Chancenplus‘ seiner Mannschaft dem ersten Heimsieg des Jahres noch immer hinterher trauert: "Aber es überwiegt klar der Stolz auf die Leistung meiner Mannschaft.“ 

Außenseiter wegen Personalmangel?

An der Personalmisere ändert sich bis zum Saisonende allerdings wenig. Zwar hat sich die Verletzung von Adrian Beck gegen Bissingen als nicht so schwerwiegend herausgestellt, so dass der Topscorer der Sport-Union in Walldorf wohl aufläuft. Dafür steht hinter dem zuletzt sehr agilen Sebahattin Öztürk krankheitsbedingt ein Fragezeichen. "Das ist wirklich eine schwierige Situation“, sagt Thorsten Damm, "ich sehe uns daher auch als Außenseiter. Nur, wenn wir es schaffen wie zuletzt in Ravensburg oder gegen Bissingen aufzutreten, haben wir eine Chance zu punkten.“ 

Keine Pause machbar

Nur allzu gerne würde Damm seinen hoch belasteten Vielspielern eine Pause gönnen, kann dies aber aufgrund der Verletzungsmisere nicht. Und dass sich die Personalsituation gegen die drei nun folgenden, vermeintlich schlagbaren Gegner Walldorf, Spielberg und Backnang entspannt, ist eher unwahrscheinlich. "Ich denke, in dieser Saison wird nur Marvin Leonhardt noch einmal zurückkehren. Eigentlich müsste mir vor jedem Spiel Angst und Bange werden“, meint Damm . Doch der Neckarsulmer Übungsleiter schiebt gleich nach: "Aber wir schaffen es immer wieder, eine vom Namen her gute Startelf hinzubekommen. Trotzdem bleiben wir aufgrund der aktuellen Situation in den nächsten Wochen stets der Underdog.“ 

Der heutige Kontrahent Astoria Walldorf galt lange als Abstiegskandidat, ehe er sich in den vergangenen Wochen als fleißiger Punktesammler betätigte. Das Team von Trainer Andreas "James“ Kocher holte in den vergangenen vier Spielen zehn Punkte und schob sich dadurch vom vorletzten auf den 15. Tabellenplatz, der nach Stand der Dinge den Klassenerhalt bedeutet.

Für Thorsten Damm ist der Walldorfer Höhenflug keine Überraschung: "Astoria verfügt über viele Spieler, die inzwischen seit zwei Jahren in der Oberliga spielen. Zudem kamen auch zwei bis drei Akteure vom Regionalliga-Team hinzu.“ Vor zwei Wochen beim Sieg im Schlüsselspiel gegen den Tabellenletzten Weinheim waren dies Etablierte wie Niklas Horn, Harun Solak und Pasqual Pander. Auch der gebürtige Unterländer Salvatore Varese, ebenfalls im Walldorfer Regionalliga-Kader, kam zuletzt ab und an in der Oberliga zum Einsatz.

Pure Freude

Die NSU muss sich dementsprechend darauf einstellen, gegen einen namhaften Gegner anzutreten. Was erwartet Thorsten Damm vom Auftritt in Baden? "Ich habe keine Erwartung, sondern vielmehr zwei Wünsche: dass meine Jungs nach den Spielen gegen Ravensburg und Bissingen Blut geleckt und dass sie richtig Bock auf einen Dreier in Walldorf haben.“ Pure Freude würde beim Neckarsulmer Chefcoach zumindest für einen Moment die Sorgen um die personelle Situation vertreiben. red

 

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