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Sport-Union bricht beim BVB auseinander

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Neckarsulms Kapitänin hatte nach dem Spiel einen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag für ihr Team parat. "Vielleicht hängen wir künftig einfach die Anzeigetafel ab, oder schalten vorher den Strom aus“, sagte Hannah Breitinger zum 18:28 (8:16) am Samstagabend bei Borussia Dortmund ernüchtert. 
Dabei hatte die Bundesliga-Partie beim favorisierten BVB so gut begonnen. Nach neun Minuten lagen die Neckarsulmerinnen mit 5:3 vorne. "Ich hatte das Gefühl, manche können es gar nicht glauben, dass wir gegen so eine Mannschaft wie Dortmund führen“, befand Breitinger.

Schockstarre der Sport-Union 

Bis zum Siebenmeter-Treffer von Maike Daniels zum 7:8 in der 20. Minute hatte sich die Sport-Union zwar bereits einige unnötige Fehler im Angriff geleistet, war dank guter Abwehrarbeit aber immer noch in Schlagdistanz. "Und dann war plötzlich der Wurm drin“, fasste Hannah Breitinger die Neckarsulmer Schockstarre beim Dortmunder 8:1-Lauf bis zur 16:8-Pausenführung zusammen: "Da sind wir wiedermal an uns selbst gescheitert.“ 

Mit vielen technischen Fehlern im Spielaufbau lud die Sport-Union den Vierten des Klassements zu einfachen Toren ein. Dass tat den Dortmunderinnen gut, denn das Team von Ildiko Barna war im ersten Durchgang keineswegs die Übermannschaft, die man bei der Sport-Union gefürchtet hatte. NSU-Trainerin Tanja Logvin stellte sich dennoch schützend vor ihre Truppe: "Ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir haben mit acht Spielerinnen gespielt, von denen auch noch welche angeschlagen sind. Wir konnten heute mit dem breiten Kader und der hohen Qualität von Dortmund nicht mithalten, weshalb der Sieg verdient an den BVB geht.“

17. Saison Niederlage 

Die 17. Saison-Niederlage jedoch nur auf den Personalmangel zu schieben, war aber zumindest NSU-Kapitänin Hannah Breitinger zu einfach: "Wir sind von unserem Konzept abgewichen – das war das Problem. Natürlich machen es die Ausfälle nicht einfacher, aber unschlagbar war Dortmund an diesem Abend für uns sicher nicht. Es war ein Spiel mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten.“ 

Und es war ein Spiel, das nach dem ersten Durchgang eigentlich bereits entschieden war. "Jeder von uns wusste in der Kabine: Acht Tore Rückstand gegen eine Mannschaft wie den BVB – das ist nicht mehr aufzuholen“, gestand Breitinger. Trotzdem gaben sich die Gäste nicht auf und stemmten sich gegen das Unvermeidbare. Die Dortmunderinnen dagegen nutzten ihren Vorsprung, um munter durchzuwechseln. Klasse hatte auch die zweite Garde des BVB. Die Sport-Union überzeugte eher mit kämpferischen Qualitäten und verhinderte so ein absolutes Debakel

 

 

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