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In Hangzhou und Berlin

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Für zehn Schwimmer und Schwimmerinnen der Neckarsulmer Sport-Union steht der erste große Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Mixed-Staffel-Europameisterin Annika Bruhn und Staffel-Bronze-Gewinner Fabian Schwingenschlögl zählen zum 15-köpfigen deutschen Aufgebot bei der Kurzbahn-WM (11. – 16. Dezember) im chinesischen Hangzhou.

Acht Neckarsulmer in Berlin

In Berlin (13. – 16. Dezember) finden derweil die deutschen Meisterschaften statt, ebenfalls auf der 25-Meter-Bahn. Von der NSU sind dabei: Bente Fischer, Marlene Hüther, Nadine Laemmler, Bettina Merkle, Celine Rieder, Lukas Kraft, Aleksi Schmid und Max Ziemann. Daniel Pinneker musste erkrankt absagen. Henning Mühlleitner (EM-Gold Mixed-Staffel und EM-Einzel-Bronze) fehlt in China verletzt.

"Die Titelkämpfe sind eine Standortbestimmung nach der Grundlagenarbeit im ersten Saison-Zyklus. Was wir erwarten, sind Rennen im Bereich der persönlichen Bestzeiten“, sagt NSU-Trainer Hannes Vitense, der seine Schützlinge in Berlin betreut, währen Chefcoach Christian Hirschmann in offizieller Mission des Deutschen Schwimm-Verbandes in Hangzhou vor Ort ist.

Erwartungen bremsen

Beide Meisterschaften sind Durchgangsstationen für die Events im Jahr 2019. "Die Hauptpriorität liegt auf der Qualifikation für die Langbahn-WM 2019“, erzählt Fabian Schwingenschlögl. Was die Kurzbahn-Weltmeisterschaft betrifft, gibt sich der Brust-Spezialist (50 und 100 Meter) daher völlig entspannt. "Das ist ein völlig anderes Spiel als die EM. Ich bremse meine Erwartungen und versuche, einfach immer eine Runde weiter zu kommen. Erreiche ich ein Finale, werden die Karten neu gemischt.“

Was die Staffeln betrifft gibt es Medaillenchancen. "Die Amis und Russland werden da ihr Ding machen, für uns ist zwischen Platz drei und acht jedoch alles möglich“, sagt der 27-Jährige. 100 und 200 Meter Freistil sind die Einzelstrecken von Annika Bruhn. "Hinzu kommen alle machbaren Staffel-Einsätze, bis zu sechs wären möglich. Das wird vor Ort kurzfristig entschieden“, erzählt die liebevoll als "Staffelmonster“ bezeichnete Vielschwimmerin. "Erreiche ich im Einzel über 100 Meter das Semifinale, wäre das gut.“

Standort stärken

"Für Annika ist es wichtig, sich im Bereich der Top-16 in der Welt zu stabilisieren“, sagt Vitense. "Sie und Fabi haben spezifisch an den Grundlagen für die lange Bahn gearbeitet und nutzen die kurze Bahn, um Tempo aufzubauen. Wir versuchen, uns als Club international zu stabilisieren, kooperieren und kommunizieren mit den besten Coaches und Systemen im Schwimmsport, wollen mittelfristig besser werden und den Standort Neckarsulm stärken.“

Bente Fischer hofft bei der DM vor allem über die 200 Meter Brust auf ein gutes Abschneiden. "Da klappte es bei der Langbahn-DM als Fünfte ja ganz gut für mich“, träumt Fischer aber insgeheim von mehr. "Läuft alles super gut, wäre eine Medaille drin. Aber es sind viele junge Talente dabei, die Druck machen, da heißt es dagegen zu halten.“

Andere Sichtweise

Einfach nur "Spaß haben“ will Nadine Laemmler. "Da ich meine Karriere eigentlich auch aus gesundheitlichen Gründen beendet hatte, habe ich eine andere Sichtweise“, erzählt die 24-Jährige. "Vor dem Hintergrund, es könnte meine letzte DM sein, will ich einfach nochmal alles mitnehmen. Die Beschwerden im Rücken sind noch da, aktuell habe ich aber keine Schmerzen.“

Spätestens Anfang nächsten Jahres fällt die Entscheidung, ob und wie es mit dem Leistungssport weiter geht. Dass sie es noch einmal versucht, ist auch der Sport-Union zu verdanken. "Ich bin ein Team-Mensch, von daher gefällt mir das Familiäre im Verein.“

Celine Rieder tritt in dieser Saison etwas kürzer. Die Schülerin des Albert-Schweitzer-Gymnasiums befindet sich im Abiturjahr. Die Schule hat Vorrang. Die Langstrecken-Spezialistin (800 und 1500 Freistil) hofft, Bestzeiten zu schwimmen. "Über die 1500 Meter sollte es schon eine Medaille werden.“

 

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