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Sieg in letzter Sekunde

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Die Red Devils Heilbronn jubelten am Samstagabend gleich doppelt, erst über den 18:13-Sieg im letzten Kampf der Hauptrunde beim SC Kleinostheim und danach über ein für Ringer-Chef Jens Petzold "machbares Los“ für die erste Station der K.o.-Runde.

Zuversicht überwiegt

Als Tabellenführer der Bundesliga Nordwest treffen die Unterländer im Viertelfinale der Mannschaftsmeisterschaft auf den zweitbesten Dritten aller drei Bundesligen, den ASV Urloffen, aus der Gruppe Südwest. Der Hinkampf findet am Samstag in Urloffen statt. 

Nach einem Kampfabend, in dem die Red Devils kurz vor einer Niederlage standen, überwiegt bei den Verantwortlichen der Heilbronner die Zuversicht, das Saisonziel Finale zu erreichen. Auch weil die Heilbronner auf die beiden Meisterschaftsfavoriten TuS Adelhausen und Titelverteidiger Wacker Burghausen erst im Endkampf treffen können. "Wir sind nach einer geilen Hauptrunde mit einem Wunschlos belohnt worden“, sagte Petzold.

Weltmeisterlicher Siegeswille 

Held des Abends in Kleinostheim war wie in der vergangenen Woche Frank Stäbler. Drehte der Weltmeister gegen den Aachen-Walheimer Ungarn Robert Fritsch einen Rückstand in letzter Sekunde in einen Sieg, so machte er diesmal seinen 17:14-Erfolg über den Serben Aleksandar Maksimovic etwas früher dingfest, riss aber erneut einen verloren geglaubten Kampf noch aus dem Feuer, lag zuvor 2:14 in Rückstand.

Der Siegeswille, die mentale Stärke, sie sind bei dem Griechisch-Römisch-Ass weltmeisterlich. "So etwas schafft nur Franky. Das war ein Teufelsritt“, lobte Petzold. "Eigentlich hatte er schon verloren, was auch unsere Niederlage besiegelt hätte.“ 

Für die Red Devils Heilbronn eröffnete Florin Tita den Abend. Der Rumäne ließ sich nach 44 Sekunden für einen Schultersieg feiern. Doch Kleinostheim glich aus.

Kleinostheim mit Vorsprung

In der Klasse Freistil bis 130 Kilogramm fiel Stefan Kehrer kurzfristig aus. Für ihn ging Marius Braun auf die Matte. Doch der Mann, der im 86-Kilo-Limit zu Hause ist, unterlag 0:16. "Stefan stand auf der Autobahn im Stau und kam drei Minuten zu spät zum Wiegen“, erzählt Petzold, dass Braun eigentlich nur als Aufwärmpartner für seine Kameraden dabei war. "Marius musste vor dem Wiegen zwei Liter Wasser trinken, um das Mindestgewicht für die 130-Kilo-Klasse zu bringen.“

Danach feierte mit Andreas Kehl (61 Kg FS) ein 17-jähriger Nachwuchsringer, der in der zweiten Mannschaft in der Landesklasse ringt, sein Bundesliga-Debüt für die Roten Teufel, hatte aber nach einer Minute und sieben Sekunden mit 0:16 das Nachsehen. "Ich habe ihn vor dem Kampf gefragt, ob er nervös sei“, erzählt Petzold. "Andreas sagte nein, er habe ja nichts zu verlieren, könne nur lernen.“

Red Devils holen auf 

Es folgte die nächste Premiere. Der Pole Marcel Kasparek (98 Kg GR) trug erstmals das Heilbronner Trikot und unterlag 1:5. Der SCK führte 10:4 und baute seinen Vorsprung zur Pause auf 12:4 aus, da Dustin Scherf 7:11 verlor.

Zu Beginn des zweiten Kampfabschnitts verkürzte Taimuraz Friev auf 8:12. Christian Fetzer gab einen Mannschaftspunkt ab. Pascal Eisele siegte technisch überlegen und verkürzte auf 12:13. Es folgte der Auftritt von Stäbler, der kalt erwischt wurde und nach 37 Sekunden 0:12 hinten lag.

Doch am Ende jubelte einmal mehr der "Frankynator“. Die Red Devils lagen 14:13 vorne. "Franky war hinterher fix und fertig, man hätte ihn unter ein Beatmungsgerät legen können“, meinte Petzold anerkennend.

Etappenziel erreicht

Oleg Motsalin erhöhte auf 18:13, kam kampflos zu seinen vier Punkten, da sein Gegner zu viele Kilos auf die Waage brachte. "Das Team hat nach dem Pausen-Rückstand eine unglaubliche Moral gezeigt“, lobte Jens Petzold. "Wir haben damit unser erstes Etappenziel erreicht, die Tabellenführung der Bundesliga Nordwest nach der Hauptrunde. Doch jetzt geht es erst richtig los.“

57 Kg GR: Erik Tangel - Florin Tita SS (0:4), 61 Kg FS: Ioan Raul Donu, Andreas Kehl TÜ 16:0 (4:0), 66 Kg GR: Benjamin Hofmann - Dustin Scherf 11:7 (2:0), 71 Kg FS: Can Özgün - Christian Fetzer 4:3 (1:0), 75A KG GR: Aleksandar Maksimovic - Frank Stäbler 14:17 (0:2), 75B KG FS: Sascha Büchner - Oleg Motsalin ÜG 0:16 (0:4), 80 Kg GR: Kevin Müller - Pascal Eisele TÜ 0:18 (0:4), 86 Kg FS: Marcus Plodek - Taimuraz Friev TÜ 0:15 (0:4), 98 Kg GR: Felix Radinger - Marcel Kasperek 5:1 (2:0), 130 Kg FS: Kevin Schwäbe - Marius Braun TÜ 16:0 (4:0). 

 

 

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