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Viele Geschenke am Familientag

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So ein Familientag ist doch was Feines. Soll sich hinterher niemand beschweren, es sei für ihn nichts gewesen. Popcorn, Dosenwerfen, Gewinnspiele und jede Menge Geschenke. Die gab es auch auf dem Eis, wo sich das Geschehen weitgehend an die familiäre Atmosphäre in der Arena anpasste.Am Ende schafften die Heilbronner Falken schon Historisches: Der 7:4 (4:1, 1:3, 2:0)-Erfolg gegen die Eispiraten aus Crimmitschau war der vierte Dreier in Folge. "Das hat es zuletzt vor sieben Jahren gegeben“, sagte Stadionsprecher Steffen Schnizer nach dem Spiel. Der Sieg kam aber auf höchst unterhaltsame Weise zustande.

Schnelle Führung

Wenn ein Trainer nach elf Minuten eine Auszeit nimmt, hat es seine Mannschaft verbockt. 3:0 hieß es für die Falken, als Crimmitschaus Trainer Kim Collins seine Spieler zum Gespräch bat. "Wir haben uns in diesem Drittel nie gefunden“, sagte er. Zumal seine Spieler bei seiner Auszeit nur mit halbem Ohr zuhörten.

Zwei Minuten später stand es 4:0 für die Gastgeber. Roope Ranta hatte zum zweiten Mal getroffen, so wie zuvor Teamkollege Kevin Lavallée. Der Stürmer hatte das lustige Scheibenschießen anlässlich des Familientages der Falken nach 43 Sekunden begonnen.

Von Ranta in Szene gesetzt, überbrückte Lavallée die neutrale Zone mit zwei, drei schnellen Schritten und zog – von seinem Gegenspieler mehr hofiert als gestört – zum 1:0 ins lange Eck ab. Sein Schuss aus acht Metern war zwar platziert. Aber auch nicht unhaltbar. Was kümmerte es die Falken? "Das Tor war sicher kein Nachteil“, sagte der Trainer, dessen Team den Familientag langsam genoss. Da passte es gut, dass der Gegner Herz zeigte – und das lustige Treiben freundlich unterstützte.

Eispiraten holen auf

Ein paar Chancen später dann war es wieder Lavallée, der einen Pass zum 2:0 verwertete. Nach dem 3:0 durch Ranta, der in Überzahl wuchtig abschloss, hatte der Gästetrainer vorerst genug. Nur wurde es auch nach der Auszeit vorerst nicht besser, dafür sorgte Ranta mit einem Abstauber. Da die Falken danach einen Gang runterschalteten, fiel nicht mehr so sehr auf, dass die Gäste schlecht spielten. Immerhin kamen sie noch zum 1:4, weil Rob Flick per Penalty traf.

Das wäre kein Drama gewesen, hätten die Rollen nicht gewechselt. Mit Beginn des zweiten Drittels waren die Falken die Defensivstatisten beim eigenen Familientag, sahen zu, wie die Eispiraten aufholten – und halfen noch mit. "Wir haben aufgehört Eis zu laufen“, sagte Mellitzer. Und das Forechecking hatte seinen Namen nicht verdient. "Das war weder Fisch noch Vogel“, sagte Mellitzer.

Das 2:4 machte Vincent Schlenker nach 20 Sekunden des neuen Abschnitts perfekt. Das 3:4 durch Tobias Kircher setzte es nur vier Minuten später. Das 4:4 gab es on top, Patrick Pohl sorgte dafür, dass die Partie offen war.

Gute Stimmung

"Kann passieren“, sagte Mellitzer, der auf eine Auszeit verzichtete. "Die Jungs sind doch keine Kleinkinder mehr, die wissen selber, was los war.“ Seine Auszeit setzte er in der letzten Minute des Drittels effektiver ein. Als die Falken doppelte Überzahl hatten, gab er ein paar taktische Anweisungen, schon stand es 5:4, weil Greg Gibson seinen Schläger reinhielt.

Ein Tor für die Moral. "Die Stimmung in der Kabine war in der zweiten Pause besser als in der ersten“, sagte Mellitzer. Das zeigte sich auch auf dem Eis: 58 Sekunden nach Wiederbeginn legten die Falken nach: Kyle Helms erzielte noch in Überzahl das 6:4. Ein Wirkungstreffer. Geschenke gab es keine mehr. Die Falken drängten, Crimmitschau fiel nichts mehr ein. Justin Kirsch traf zum 7:4 ins leere Tor. Ein schöner Familientag.

Tor: Pantkowski, Frensel. Abwehr: Maschmeyer - Sharrow, Kurz - Eberhardt, Mapes - Pavlu. Angriff: Ranta - Damon - Gibson; Ross - Lavallée - Kirsch; Gelke - Helms - Bernhardt, Klos. Tore: 1:0 (1.) Lavallée, 2:0 (7.) Lavallée, 3:0 (9) Ranta, 4:0 (11.) Ranta, 1:4 (20.) Flick, 2:4 (21.) Schlenker, 3:4 (24.) Kircher, 4:4 (30.) Pohl, 5:4 (40.) Gibson, 6:4 (41.) Helms, 7:4 (60.) Kirsch. Strafen: 8/12. Schiedsrichter: Sebastian Haupt, Daniel Kannengießer. Zuschauer: 1631.

 

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