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Eine klare Angelegenheit

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Er tut dieser Mannschaft gut. Christian Fetzer. Der 34-Jährige hat beim 23:1-Erfolg der Red Devils Heilbronn im Viertelfinal-Hinkampf am Samstagabend beim ASV Urloffen seinen Kampf bis 71 Kilo griechisch-römisch mit 2:1 gegen den starken Bulgaren Svilen Kostadinov gewonnen. Mehr noch: Fetzer hat – wie auch seine Mannschaftskameraden – gezeigt, dass die Playoffs nochmals eine andere Herangehensweise erfordern: konsequent, konzentriert, kampfbereit. "Christian hat seinen besten Kampf in der Saison gezeigt“, sagt Jens Petzold, Abteilungschef der Red Devils. Das zeichne einen Guten aus. Da sein, wenn es gilt.

Erfahrung unterschätzt

Ganz nebenbei hat Fetzer mit seinem 2:1-Punktsieg die Gedankengänge der Badener durchkreuzt. Pokern fehlgeschlagen. Die Verantwortlichen des ASV hatten auf mehr Punkte gehofft, wenn sie Kostandinov nicht gegen den dreimaligen Weltmeister Frank Stäbler stellen. Dabei aber wohl die Erfahrung eines Christian Fetzer unterschätzt.

Zwar führte der mehrmalige bulgarische Meister nach eineinhalb Minuten 1:0, doch Fetzer glich nach vier Minuten aus und punktete nochmals. Verwalten? Nicht bei Fetzer, der sagt: "Mit dem Publikum im Nacken hat Svilen alles getan, um den Kampf noch zu drehen.“ Vergebens. Fetzer freut sich – und die Jubelpose ist ein Zeichen der Stärke.

Die Red Devils präsentieren sich mannschaftlich geschlossen in guter Playoff-Form – und haben bereits einen sehr großen Schritt in Richtung Halbfinale um die Mannschaftsmeisterschaft gemacht.

Deutlich überlegen

Obwohl Oleg Motsalin (Freistil bis 80 Kilo) sein Duell mit Marius Atofani trotz eines 3:3 verliert, weil der rumänische Topmann die letzte Wertung holt. Zahlreiche Kämpfe vor den 600 Zuschauern sind spannend, dennoch steht es zur Halbzeit schon 11:0 für das Team von Trainer Andrej Puscas – und Frank Stäblers (75 Kilo, griechisch-römisch) Erfolg durch technische Überlegenheit gegen Van Meier nach nur 2:06 Minuten macht das Endergebnis von 23:1 fix. Damit ist klar: Deutlicher geht es nicht. "Das hat nichts mit mangelndem Respekt gegenüber dem Gegner zu tun“, sagt Christian Fetzer, "aber wir können jetzt für das Halbfinale planen.“

Das freut auch Pascal Eisele. Der Odenwälder und Griechisch-Römisch-Spezialist hat Urloffens Michael Schneider mit 8:0 besiegt, doch der Trainer des ASV beweist Klasse, gelingt es ihm doch, sich aus der Kopfklammer, einer Spezialität Eiseles, zu befreien.

Kräfte schwinden

In Bedrängnis kommt ein ums andere Mal auch Levan Metreveli Vartanov. Gezeichnet vom Gewichtmachen schlägt der Spanier zwar Nico Megerle mit 5:3, doch der deutsche A-Jugendmeister ist trotz eines 0:5-Rückstandes motiviert und spürt, dass dem international Erfahrenen die Kräfte schwinden. In der Schlussminute verkürzt Megerle noch auf 3:5. "Er ist ein Riesentalent, ich beobachte ihn schon lange“, sagt Jens Petzold beeindruckt, wie der Jungspund dem Routinier das Leben auf der Matte schwer gemacht hat.

Das Fazit des Abteilungschefs ist positiv. Ihm gefällt, wie fokussiert das Team ist. Ein Plus für den Rückkampf am Samstagabend.

57 kg Freistil (FS): Nico Megerle – Levan Metreveli Vartanov PS 3:5 (0:1); 61 kg Griechisch-römisch (GR): Patrik Köhli – Dustin Scherf TÜ 1:16 (0:4), 66 kg FS: Joshua Knosp – George Bucur TÜ 1:16 (0:4); 71 kg GR: Svilen Kostadinov – Christian Fetzer PS 1:2 (0:1); 75 kg A FS: Nicolai Chireacov – Kamal Malikov SS 0:2 (0:4); 75 kg B GR: Van Meier – Frank Stäbler TÜ 0:15 (0:4); 80 kg FS: Marius Atofani – Oleg Motsalin PS 4:4 (1:0); 86 kg GR: Michael Schneider – Pascal Eisele PS 0:8 (0:3); 98 kg FS: Leo Kempf – Stefan Kehrer PS 3:3 (0:1); 130 kg GR: Gabriel Fix – Eduard Popp PS 0:2 (0:1).

 

 

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