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Schlaflos in Heilbronn

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Das Endspiel zwischen  Deutschland und Russland  (3:4) begann um 5.10 Uhr am Sonntagmorgen. Trotzdem sind viele Eishockey-Fans früh aufgestanden, um ihrem Team die Daumen zu drücken. Trotz der Niederlage überwiegt Freude. Dass es am Ende nicht für Gold gereicht hat, nehmen die Zuschauer gelassen. Auch olympisches Silber ist für das deutsche Team eine Sensation, so die allgemeine Meinung. "Es tut weh, wenn man so nah dran war, aber es gibt keinen Grund den Kopf hängen zu lassen und tausend Gründe, ihn hoch zu halten“, meint Micha Hillebrand. "Die deutsche Mannschaft war ebenbürtig, teilweise sogar besser. Es war spannend bis zum Schluss“, weiß Sascha Leiz

Wie ein Horrorfilm

Für Frühaufsteher boten sogar einzelne Gaststätten in Heilbronn ein Public Viewing an. Doch viele haben es sich am Morgen lieber auf dem Sofa bequem gemacht – mit einer Tasse Kaffee oder anderer Nervennahrung. Früh aufstehen war trotzdem angesagt.

Bei Micha Hillebrand klingelte um 4.30 Uhr der Wecker. Beim Torjubel habe er an die noch schlafenden Nachbarn gedacht. Aber die Begeisterung musste raus. Vanessa Bodi aus Lauffen konnte die Spannung am frühen Morgen kaum aushalten: "Es war wie ein Horrorfilm: Du wolltest nicht hinschauen, aber musstest.“ "Ich habe gar nicht geschlafen, die Aufregung war zu groß“, berichtet Alex Ogryzek aus Heilbronn. Aus seiner Sicht war es ein unverdienter Sieg der Russen. "Die Deutschen waren überragend.“ "Das war viel knapper als ich gedacht hätte“, kommentiert eine andere Zuschauerin. 

Auch Andreas Stein hat für Olympia die Nacht zum Tag gemacht. Nach dem Viererbobfinale lief auf seinem Fernseher direkt das Eishockey-Finale. "Da ging der Puls nochmal nach oben“, berichtet der Falken-Fan aus Bad Friedrichshall. Er hat auch zum Gegner einen Bezug: Er war bei der Hochzeit des russischen Trainers Oleg Znarok zu Gast, als der in Heilbronn arbeitete.

Heilbronner Vergangenheit

Dass im Finale gleich fünf deutsche Spieler eine Heilbronner Vergangenheit haben, dürfte die Sache für Eishockey-Fans aus der Region noch ein bisschen interessanter gemacht haben. "Ich bin von klein auf bei den Falken im Stadion, da ist es toll zu sehen, wie sich die Spieler entwickelt haben“, sagt Vanessa Bodi. Ein bisschen Stolz sei er schon, sagt auch Sascha Leiz. Andreas Stein wünscht sich, dass der Erfolg bei Olympia auch auf die lokale Ebene abfärbt: "Das kann dem Heilbronner Eishockey einen Schub geben.“ Am Sonntagabend ging für Stein das Eishockey-Wochenende weiter: Dann spielten die Falken gegen den SC Riessersee.

 

 

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