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Systemlose Falken vergeben Matchball

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Geplant war mit einem Sieg den Einzug in die Pre-Playoffs klarzumachen, um diesen dann mit den Fans zu feiern. Doch daraus wurde für die Falken nichts. Mit einer desolaten Leistung unterlagen die Heilbronner am Sonntag dem SC Riessersee mit 2:7 (0:3, 1:2, 1:2). Da die direkten Konkurrenten im Kampf um Rang zehn ihre Partien gewannen, haben die Falken vor den letzten beiden Hauptrundenspielen nur noch drei Punkte Vorsprung auf Rang elf. 

Fehler gemacht

"Wir haben heute unser System weggeschmissen und Fehler gemacht, die wir eigentlich bereits abgestellt hatten“, ärgerte sich Falken-Coach Gerhard Unterluggauer nach dem schwachen Spiel.

Mit Mark Heatley kehrte einer der verletzten Stürmer zurück in den Kader. Für eine vierte Reihe reichte das zwar noch nicht, aber immerhin standen Unterluggauer elf Angreifer zur Verfügung. Heatley rückte als Center in die zweite Reihe zu Kevin Lavallée und Brad Ross.

Es lag aber nicht an den Umstellungen, sondern an der Einstellung, dass die Falken von Beginn an kein Bein auf den Boden respektive das Eis brachten. Mal fahrig, mal lethargisch, immer wieder unkonzentriert, mit reihenweise ungenauen Pässen und technischen Fehlern kurvten die Gastgeber herum. Kein Vergleich zum souveränen Auftritt beim 4:1-Sieg am vergangenen Freitag in Bayreuth

Der 0:3-Rückstand nach dem ersten Drittel war noch schmeichelhaft. Leicht hätte es fünf oder sechs Gegentore geben können. Vor dem 0:1 durch Mattias Beck rutschte Stephan Kronthaler hinter dem Tor aus, Luke Oakley schnappte sich die Scheibe, passte zum mitgelaufenen Beck, der sicher verwandelte.

Entscheidung nächste Woche

Das 0:2 besorgte Oakley selbst, Marcel Melichercik bekam den Puck unglücklich durch die Schoner. Der dritte Treffer für die Gäste fiel in Überzahl. Melichercik ließ einen Schlagschuss prallen, wieder war Beck zur Stelle und nutzte den Abstauber. Mit Wut im Bauch kamen die Falken aus der Kabine und kassierten gleich das 0:4. Garmischs Goldhelm Andreas Driendl war der Torschütze (22.). Danach schalteten die Gäste in den Schongang. Die Falken-Fans forderten: "Wir wollen euch kämpfen sehen!“ Immerhin Moral bewiesen die Heilbronner in der Folge, feuerten Schuss auf Schuss Richtung gegnerisches Tor. Garmischs Goalie Kevin Reich hielt jedoch stark. Nach einer halben Stunde überwand ihn dann aber Tim Bernhardt zum 1:4-Anschluss. "Jetzt geht’s los“, riefen die Anhänger von der Tribüne. Doch sie irrten. Ein selbstverschuldetes Tohuwabohu vor dem eigenen Tor führte zum 1:5. Tim Richter war der Torschütze in der 37. Minute.

Im Schlussdrittel ging es für die Falken letztlich nur noch um Schadensbegrenzung. Unterluggauer wechselte seinen Goalie, brachte für die letzten 20 Minuten Leon Frensel. Der junge Keeper musste allerdings ebenfalls schnell hinter sich greifen. Der Mann des Tages, Mattias Beck, markierte mit seinem dritten Treffer des Abends das 6:1 (41.). 

Immerhin ihre Überzahlstatistik hübschten die Falken am Ende noch auf. Mit einem Mann mehr auf dem Eis gelang Rückkehrer Heatley das 2:6 (51.). Den Schlusspunkt setzten aber standesgemäß die Gäste. Michael Rimbeck war zum 7:2 (58.) erfolgreich.

Am nächsten Wochenende haben die Falken weitere zwei Matchbälle Richtung Pre-Playoffs. Am Freitag kommt Meister Frankfurt nach Heilbronn, am Sonntag geht es womöglich zu einem echten Endspiel nach Crimmitschau. Zumindest haben die Falken die Verwirklichung ihres Saisonziels weiter in der eigenen Hand. Ein Sieg reicht definitiv.

 

 

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