Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Sie können mehr, aber es reicht auch so

Übersicht

Gas geben, das müssen sie beide, der TV Flein und die SG Degmarn/Oedheim. Die einen oben in der Tabelle, die anderen unten. Das Landesliga-Derby haben die Fleiner mit Halbgas gewonnen, 28:23 stand es am Schluss. "Ich bin froh über die zwei Punkte“, sagte Trainer Krunoslav Jelinic. "Aber ich bin nicht zufrieden, wie wir gespielt haben.“

Mehr erwartet

Jelinic hatte mehr von seinen Handballern erwartet, schließlich ging es gegen den Tabellenletzten. "Ich hatte erwartet, dass wir im Duell mit so einem Gegner mehr zeigen, dass wir agiler sind, aktiver.“ Doch richtig dynamisch trat der TV Flein eigentlich nur auf, wenn Tim Gröger auf dem Feld war. Er sorgte für Tempo und Tore. Zehn der 28 Treffer gingen auf sein Konto. Wenn er draußen saß, lief es längst nicht so gut. "Heute haben alle Spieler von mir eine Chance bekommen, aber nicht alle haben sie genutzt“, moserte Krunoslav Jelinic. Richtig zufrieden war er noch mit Torwart Nicolai Fasano, der viele Bälle gehalten hatte, und mit Christian Joos, dem Hünen am Kreis, der vier Mal traf.

Tabellenvierter sind die Fleiner. Bisher ist es eine durchwachsene Saison. Aber es soll noch besser werden. Jelinic ist ehrgeizig, schaut auf die Top-Platzierungen. Und will deshalb "Gas geben im Training“. Für die Spitzenspiele, die noch kommen, gegen Mundelsheim oder den Tabellenführer Oppenweiler. Denn: "Wir können viel mehr.“ 

Auch die Mannschaft der SG Degmarn/Oedheim kann mehr, das hatte sie zuletzt gezeigt. Zwei Siege in Folge konnte das Landesliga-Schlusslicht einfahren, erst mit 29:25 bei der Neckarsulmer Sport-Union II, dann mit 35:28 gegen den TV Großbottwar. In dieser Partie hatte Goalgetter Max Odenwald zwölf Tore erzielt – in Flein war es eines.

Wenig Akzente

Trainer Markus Greis hatte zwar "damit gerechnet“, dass der TV Flein sich etwas einfallen lassen würde, um den besten Mann der SG aus dem Spiel zu nehmen. Aber dass die ganze Offensive der Spielgemeinschaft aus Degmarn und Oedheim derart wenig Akzente würde setzen können, hätte Greis nicht gedacht. "Das war enttäuschend von uns.“ Man habe "nicht das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Unser Angriffsspiel war sehr zäh. Wir sind kaum mal ins Laufspiel gekommen.“ Ziemlich schnell hatte der TV Flein sich abgesetzt. In der 8. Minute stand es 5:2, nach 20 Minuten 10:5, zur Halbzeit 13:9. Ein torarmes Zwischenergebnis. Nach dem 11:6 gab es lange keinen Einschlag mehr. Beide Torhüter hielten mehrfach stark, Fasano hier, Felix Bönisch dort. Die Fleiner gingen aber auch schlampig mit ihren Großchancen um. "Freie Schüsse aus sechs Metern, die müssen einfach drin sein“, monierte Trainer Jelinic. "Unsere Chancenverwertung war auf jeden Fall nicht gut.“

Nach der Pause gab mal wieder Tim Gröger Gas. 14:9, 15:9, 16:9 – alles sein Werk. Danach ging es hin und her, ohne dass noch etwas Bedeutsames passiert wäre. Der erfolglose SG-Torjäger Max Odenwald setzte sich in den letzten zehn Minuten auf die Bank. Die Fleiner hatten ihm keinen Raum gelassen für seine Wurfstärke. Mika Pavel deckte ihn einmal sogar an der Mittellinie. "Wir wussten ja, dass alles über ihn geht“, sagte Krunoslav Jelinic. "Also mussten wir schon ein bisschen aggressiver gegen ihn spielen.“ 

Top-Werfer bei der SG Degmarn/Oedheim war Yannik Volz mit neun Toren. Seine fünf Siebenmeter verwandelte er allesamt. Trainer Markus Greis ärgerte sich aber über die "teilweise undiszipliniert“ ausgespielten Angriffe. Eine Rote Karte gab es für Mert Darancik in der 38. Minute nach einem Foul an Tim Gröger. Aber das war keine schlimme Sache. SG-Spieler Max Bauer beendete das Derby mit seinem Tor zum 28:23. Spannend war es nie zugegangen in der Fleiner Sandberghalle, hochklassig nur in wenigen Situationen.

 

 

Galerien

Regionale Events

Heilbronn kocht

Am 8. November können sich alle Interessierten quer durch Heilbronn kochen.